Qualitätsurteil Neurologe - was sollte er leisten?
was sollte ein guter Neurologe verstehen und können, damit er ein wirklich guter Epileptologe ist, damit ich davon ausgehen kann, daß er eine Epilepsie in den Griff bekommt und ich nicht beim falschen bin. Die blosse Erfüllung und Umsetzung der medizinischen Richtlinien und Leitlinien macht für mich noch nicht einen qualitativ-guten Neurologen aus.
Das kommt drauf an. Dazu muesste man erst einmal die Frage beantworten, ob die Masse der Neurologen sich wirklich an die Richt- und Leitlinien haellt. Koennte doch auch sein, dass das Problem einiger Neurologen ist, dass sie sich nicht daran halten und dies das Problem ist? Ich mein wenn Du siehst, wie es in den grossen Epizentren zugeht, dann sind dort die Vorgaenge ja teilweise extrem genormt und trotzdem oder gerade/auch deswegen arbeiten die erfolgreich.
Trotzdem schluckt man die Pillen und ich glaube gar nicht, daß es allein die medikamentöse Therapie ausmacht, die epileptische Anfälle verhindern, sondern es gehören viele andere Dinge dazu wie ausreichender Schlaf, kein Alkohol, kein Rauch, kein Streß, mehr Bewegung und Ausgeglichenheit, Ernährung, kein oder wenig Fernsehen bzw. Computer und andere sinnliche Reizzustände.
Dass Schlafmangel etc. die Anfallsbereitschaft erhoehen kann (was genau, kommt immer auf die Person an) ist ja nix neues. Medis packen ja nur was auf den persoenlichen Schutzwall vor Krampfanfaellen drauf, reichen aber alleine nicht bei jedem aus.
Ich habe es erfahren, daß meistens symptomorientiert vorgegangen wird und weniger die kausalen Ursachen angegangen werden.
Abgesehen davon, dass man bei nur wenigen Faellen von Epilepsie tatsaechlich komplett Ursaechlich behandeln kann (heist fuer gewoehnlich dann Gehirn-OP), kommt es darauf an, wie man Ursache definiert. Wenn man die Ursache bei den fehlerhaften Synapsen sieht, dann sind die Medis ziemlich ursaechlich. Viele potentielle Provokationsursachen kann aber Dein Arzt schlecht behandeln - kann Dir ja schlecht staendig nachkontrollieren, ob Du z.B. viel oder wenig schlaefst (was eh sehr persoenlich unterschiedlich ist). Wenn Du da aber Probleme hast - z.B. regelmaessig einzuschlafen, obwohl Du muede bist - dann ist es an uns Patienten, den Aerzten davon zu erzaehlen, damit sie etwas machen koennen. Ein ganzes Stueck weit tragen auch wir Verantwortung fuer unsere Behandlung.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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Heidi 45,
15.06.2014, 16:23
- Qualitätsurteil Neurologe - was sollte er leisten? - pegasus, 15.06.2014, 20:53
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huge88,
17.06.2014, 17:37
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