Epilepsie nach Schwangerschaft??

mezeg, München, Tuesday, 23.12.2014, 10:51 (vor 4254 Tagen) @ kathi883

Möchte nächstes Jahr das Keppra gern wieder absetzen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen bzw wie würdet ihr es langsam absetzen?

Hallo Kathi,

bei mir setzte sich die Epilepsie durch den Druck eines walnußgroßen Meningeoms ein. Keppra (500 - 0 - 500) wurde mir sofort nach der definitiven Diagnose verschrieben. Wohl auch um bei der zwei Wochen später darauffolgenden OP eventuelle Krämpfe zu vermeiden.

Dann 6 Monate nach der OP und anschließende versuchsweise langsame Absetzung: 25 mgr pro Woche. Ging an sich gut aber dann kam eine andere Form von Epilepsie. Diesmal von der inneren Narbe verursacht. Ich wurde auf Lamotrigin eingestellt, jede zweite Woche 25 mg mehr. Die zuerst verschriebene Dosis von 100 - 0 - 100 wurde kurz auf 125 - 0 - 125 rauf-, dann wegen Nebenwirkungen auf 125 - 0 - 125 runtergesetzt. Es geht nun gut, nur selten nach emotionalem Stress eine kleine Aura.

Unter Keppra hatte ich unangenehme Nebenwirkungen, u.a. deutliche Reizbarkeit, durch Lamotrigin Neigung zum trockenen Mund, tagsüber durch automatisches Trinken kein Problem, nachts schon deutlich deswegen die Reduzierung auf 100.

Ich will damit nicht sagen, daß Lamotrigin das Allzweckmittel ist!!! Nur daß von einem Medikament zum anderen je nach Patient es sich ganz anders auswirken kann.

Mit meinem Neurologen habe ich eine sechs mit Zusatzzahl gezogen. Er versteht sich als Berater und führte mich sanft aus dem Tunnel. Rede mit einem anderen Neurologen, besonders weil Fachärtze sowie Hebamme von Eklampsie gesprochen haben!!

VG

mezeg


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