Leben mit den Medikamenten

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 15.01.2015, 12:05 (vor 4231 Tagen) @ Eifel2001

Bei ihm scheint es der Schlafmangel zu sein. Der erste Krampf kam während eines Australien-Urlaubs, kurz nach der Ankunft... In den zwei späteren Fällen hatte er nachts sein Handy mit im Zimmer. ... Beim letzten an Silvester hatte er schon geschlafen und war dann noch einmal aufgestanden. Danach konnte er wohl nicht mehr einschlafen.

Naja, das kann, muss aber nicht unbedingt ein starker Faktor bei ihm sein. Bei Langstreckenflügen können noch zusätzlich eine Menge mehr Belastungen einem zu schaffen machen (z.B. Klimaumstellung) und ein Handy im Zimmer muss auch nicht unbedingt bedeuten, dass Schlafmangel vorlag bzw. einer der großen Anfallfsfaktoren ist. Da muss man auch einmal gegenrechnen, wie oft er das Handy dort hat, ohne dass er einen Anfall hat. Und Silvester gibt's ja tausend Reize, die auf einen einwirken und aus denen man schwer einen klaren rausfiltern kann. Sowas kann (jeder hat seine eigene Epilepsie, sagt man) auch ganz ohne Auslöser, den man mit menschlichen Sinnen erfassen kann, passieren oder es müssen mehrere Faktoren zusammenkommen.
Einfach erst einmal abwarten, wie das in Verbindung mit Antiepileptika wird. Kann sein, dass ihm das dann nix mehr ausmacht.

Er hat Angst vor einer Gewichtszunahme und davor, das die Leistungen in der Schule nachlassen.

Darum braucht er sich keine Sorgen zu machen. Ich hab zwar auch am Anfang ein paar Kilo zugelegt, aber wohl weniger von den Medis, sondern vielmehr durchs Wachstum und weil ich weniger Sport als sonst gemacht hab.
Und meine Leistungen waren auch wie eh und je und sind es nach gut 10 Jahren immer noch. Ich war nur an normalen Wochentagen anfänglich Abends eine ganze Zeit lang gegen 20, 21 Uhr hundsmüde, aber das verging mit der Gewöhnung an die Medis auch.

Und wenn Probleme auftreten, die einem zu schaffen machen, dafür gibt es ja Ärzte die einem dann ggf. von einem Antiepileptikum auf ein anderes umstellen können, um zu sehen, ob es einem damit besser geht. Ich mein die Palette an Antiepileptika ist ja breit aufgestellt, da hat man die Möglichkeit was anderes auszuprobieren, wenn etwas nicht gleich auf Anhieb das passende für einen ist.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


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