Ratlos vor der Operation

mezeg, München, Friday, 13.02.2015, 19:28 (vor 4202 Tagen) @ barry
bearbeitet von mezeg, Friday, 13.02.2015, 19:33

zuerst Antwort auf die Frage vorher: Die OP dauert fünf Stunden, sehr interessant lt Student, der dabei war. Entlassen wurde ich mit einer Frankenstein-Narbe von einem Ohr fast bis zum anderen, 3 Titanklammern, knapp eine Woche danach. Müde, habe mich aber selbständig versorgt.

Ja, die OP war bei mir unausweichlich, Tumor gutartig aber "raumfordernd und mit Wachstumtendenz". Ich wurde auch vor der OP informiert, daß die Tumor vielleicht nicht vollständig entfernt werden kann, weil sie auf einer wichtigsten Arterie lag. Und das Sprachzentrum könnte auch beschädigt werden. Trotz nicht optimaler Vorhersage ist die Tumor vollständig entfernt. Das Sprachzentrum klemmt manchmal etwas, wenn ich mit heftigen Diskussionen überschüttet werde. Daran habe ich mich gewöhnt, wehre unnötigen "sprachlichen" Streß ab und bleibe weiterhin viersprachig.

Die drei GM-Anfälle nach der OP waren sowieso viel "angenehmer" als vorher: nur alleine zu Hause, wenn ich es mir leisten konnte, eine Welle durch den Kopf und im eigenen Bett aufwachen. Aber nicht mehr im nassem Bett aus einem dunklen Schlaf und vollkommen erschöpft. Sogar ohne AE eine deutliche Verbesserung.

Ich hatte gehofft - sogar gedacht - nach der OP wäre es definitiv erledigt. Es war belastend zu akzeptieren, daß es nicht 100% funktioniert. Aber doch ein riesiger Fortschritt, die OP hat sich gelohnt, auch wenn die Tumor sich nicht weiterentwickelt hätte.

Wenn Du alles oder nichts will - also nur OP wenn Problem garantiert 100% erledigt, ist die Entscheidung sehr schwierig. Persönlich wünsche ich mir auch immer die absolute Lösung, bin aber realistisch genug, um gut abgewogene Risiken für eine deutliche Verbesserung zu akzeptieren.

Niemand kann Dir die Entscheidung abnehmen. Versuche eine andere "fremde" ärtzliche Meinung einzuholen.

mezeg


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