Epilepsie ist ,,alltäglich"

mezeg, München, Sunday, 12.07.2015, 11:22 (vor 4053 Tagen) @ lilly

mit den Medikamenten (lamotrigin 50-0-100) komme ich nicht so gut klar. Habe aber auch probleme mit der regelmäßigkeit.

ohne mich in die Verschreibung von Deinem Neurologen einmischen zu wollen, scheint Deine Dosis etwas schwach zu sein. Mir wurden zuerst 100 - 0 - 100 verschrieben. Ich konnte dieses neues Problem nicht akzeptieren und wollte undefinierte Weile auf 50 - 0 - 50. Der Neurologe betrachtete diese Dosis als zu schwach, Lamotrigin würde man nicht einmal im Blut nachweisen. Recht hatte er schon, nach zwei GM-Anfälle habe ich auf 100 - 0 - 100 erhöht. Blieben aber tagsüber "Störungen" mehrfach im Monat, dann erhöhte er auf 150 - 0 - 150. Ging schief, weil es mir den Schlaf raubte. Dachte eine Umstellung sei nötig und fing selber an zu reduzieren: 150 - 0 - 100. Bereits die erste Nacht danach lief besser. Auf dieser Dosis bin ich nun seit 3 1/2 Jahren eingestellt. Die noch restliche Störungen werden immer schwächer und seltener. Habe mich auch mit der Situation arrangiert und in der Zwischenzeit mehrere schöne Aktivitäten entdeckt oder neu aufleben lassen, und bin dadurch zu sehr "beschäftigt", um zu viel an das Damokles-Schwert Epilepsie zu denken.

Um die Regelmässigkeit einzuhalten, bereite ich die tägliche Dosis in einer hübschen kleinen Dose, die immer auf dem Küchentisch bleibt. Ich kann sie nicht übersehen.

mezeg


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