Epi macht mich fertig..

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 30.10.2015, 16:27 (vor 3943 Tagen) @ Kimi

Ich bin 23 Jahre alt und habe seit ich 13 Jahre bin Epilepsie. Leider konnte mich in den 10 Jahren nie ein Neurologe oder Epilepsiezentrum richtig einstellen oder die Art der Epilepsie bestimmen. Die sagen immer was von: Das ist aber merkwürdig ! (Das bringt mich auch nicht weiter... )Und Krankenhäuser sind ja auch nicht die beste Unterstützung.

In was für einem Epizentrum warst Du denn und wann warst Du dort zuletzt? Warst Du dort ambulant oder stationär? Hast Du einmal gefragt, was die merkwürdig finden?

Meine Anfälle sind nur 1-2 Mal im Monat aber heftig und schaffen mich. Desweiteren habe ich Probleme mich bei meinem BWL-Studium richtig zu konzentrieren und bin noch ziemlich zerstreut und vergesslich (bin fast fertig juhuu :) )

Kann ich verstehen. Hatte zwar nie die Konzentrationsprobleme, musste aber mein Erststudium abbrechen und das Studienfach wechseln, weil ich damit in der Branche (Anfälle traten nach langer Anfallsfreiheit wieder auf) keine echte Chance gehabt hätte. Hab diesen Mittwoch endlich meine mündliche Prüfung zur Masterarbeit gehabt und trete nächste Woche meine erste Vollzeitarbeitsstelle an.
Also durchhalten kann ich da nur raten.

Habe immer Kopfschmerzen, Zuckungen, Schwindel und Übelkeit durch die ganzen Nebenwirkungen von Keppra und Apydan Extend. Valporat, Lamotrigin und Zebenix habe ich auch schon durch . Langsam komm ich mir wie eine Laborratte vor :(

Hört sich etwas an, als würdest Du zu den schwer medikamentös einstellbaren gehören. (Kurze Frage: Du nimmst immer die gleichen Tabletten vom gleichen Hersteller?) Da hilft leider manchmal nicht viel mehr als durchprobieren. Hast Du in einem Epilepsiezentrum schon einmal abklären lassen, ob für Dich evtl. eine OP in Frage käme?

Wie geht ihr mit den depressiven Gedanken und diesen Zuckungen am ganzen Körper um und habt ihr Motivationstipps ?

Das heißt, wenn ich Dich recht verstehe, Du hast fokale Anfälle? Oder hast Du auch noch GMs oder komplex-fokale? Was die Gedanken angeht, kann ich nur empfehlen, Dinge zu unternehmen, die einem Spaß machen und auf andere Gedanken bringen. Hast Du eigentlich schon einmal versucht, ob Du mit Biofeedbackmethoden evtl. die Anzahl der "Zuckungen" verringern kannst? Gibt manche, denen so etwas hilft.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


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