Antiepileptika nach Operation

chrissie, Tuesday, 05.07.2016, 13:59 (vor 3694 Tagen) @ Medina

Ich bin vor 22 Jahren operiert worden und habe bis zu meinem Wiederauftreten der Epilepsie vor 2 Jahren weiterhin Medikamente genommen. Mein Arzt hat den Versuch der Med.-Reduktion gestartet, allerdings traten da wieder Auren auf. Ich hatte damals auch keine Nebenwirkungen, daher war ich mir mit dem Epileptologen einig, dass ich weiterhin Tabletten nehme.
Wie schon geschrieben kann es bei der OP sein, dass nicht der gesamte Epilepsie-Herd entfernt wird (zur Sicherheit also etwas sparsam "geschnitten" wird, um angrenzende Areale nicht zu schädigen) oder dass auch noch weitere anfallsauslösende Herde vorhanden sind.
Für mich war es nach der OP ein großer Erfolg, dass endlich die Medikamente wirkten. Was sagen die 80% Anfallsfreiheit nach OP? Der Arzt weiß nicht, ob der Patient zu den anderen 20% gehört. Mein Epileptologe und auch meine anderen Neurologen haben mir bei Therapien noch nie irgendwelche Prozentzahlen an den Kopf geschmissen. Für mich heißt es nur "ausprobieren", wenn ich Glück habe, hilft die Therapie, also "erfolgreich" oder wenn man Pech hat "erfolglos".


gesamter Thread: