Anfall
Hallo Dani,
bin seit etwas früher als 2010 epileptisch. Die Hirnhaut-Tumor wurde sehr spät diagnostiziert und erst rausgeschnitten.
Nach der OP hat sich schnell herausgestellt, daß ich doch epileptisch bleibe, wenn auch in anderer Form. Am Anfang habe ich nur 50 - 0 - 50 Lamotrigin akzeptiert, dann nach zwei Anfälle 100 - 0 - 100. Weil ich in dieser Zeit doch oft komische Gefühle und Angst vor einem anderen Anfall hatte, setzte mich der Neurologe auf 125 - 0 - 100. Drei Jahre Ruhe, dann ging es wieder los. Das erste Mal - draußen in einer Gruppe, bin aber selber vom Rad abgestiegen - ich wollte nicht erhöhen. Das zweite Mal fünf Monate später nach einem vom Fußgänger verursachten Sturz doch Aufdosierung. Fünf Monate später durch emotionalen Stress wieder + Aufdosierung. Drei Monate später - wieder emotionalen Steß. Diesmal sagte der Neurologe deutlich erhöhen, um über die Anfall-Welle zu springen. Zwei Monate später - dieses Jahr im November - nochmals und mit Verletzung. Diesmal noch deutlicher erhöhen. Nun von 125 - 0 - 100 damals auf 250 - 0 - 250 etappenweise erhöhen.... Mir fehlen noch 50 mgr, ich fühle mich aber bereits von Unruhe und Anfall-Angst befreit. Nebenbei verweigere ich mich unnötigem emotionalem Streß und hoffe, daß es eine Weile hält.
Als ich noch auf 50 - 0 - 50 war der Neurologe ablehnend: so eine Mini-Dose seit im Blut nicht nachweisbar. Wenn ich aber 6 Monate ohne Probleme bliebe, könnte es für mich ausreichen. Betonung auf das "Konditionell". Er hatte Recht.
Ich bin definitiv kein Neurologe und Deinen muß Du auf jedem Fall besuchen und ihm Deinen Anfall möglichst deutlich ausführlich beschreiben. Aus meiner persönlichen Erfahrung und die Beurteilung meines Neurologen kann ich nur vermuten, daß bei Dir die Dosierung erhöht werden soll. Aber nochmals ausdrücklich: Nur der Neurologe kann es beurteilen.
Viel Glück
mezeg
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