Probleme mit Medikamenten

Fulerene, Tuesday, 10.01.2017, 19:39 (vor 3504 Tagen)

Hallo zusammen,

Ich habe seit 2005 eine schwehre Form von Epilepsie und hatte auch schon unzählige Grand mal Anfälle bei denen ich mir viele Knochen (vor allem Wirbel) gebrochen habe,(Kompressionsfrakturen). Seit ich Ergenyl bekomme 2006 habe ich nur noch wenige Grand mal Anfälle bekommen aber leide unter den Nebenwirkungen von Ergenyl sehr.
Ich hasse das Zeug aber mir ist auch klar das ich es nehmen muss. Ich hatte es mal versuchshalber drei Tage um 50% reduziert....resultat war ein sehr schwehrer Grand mal Anfall bei dem ich mir das Schultergelenk permanent zerstört habe. Ich habe jetzt nur noch 40% Bewegung im rechten Arm und kann auch nicht mehr auf der rechten Seite normal schlafen wegen den Schmerzen.
Dazu kommen jetzt auch in letzter Zeit verstärkt starke schmerzen im Gesicht,Kopf und Oberkörper.Diese Schmerzen hatte ich schon längere Zeit aber im letzten Jahr sind sie immer schlimmer geworden und mittlerweile bin ich bei einem Punkt angekommen wo ich nicht mehr arbeiten kann. Ich habe Glück das mein Bruder mich noch aus mitleid bezahlt aber gut fühle ich mich nicht dabei. Ich war mal Goltschmied, nie reich , aber tallentiert, jetzt habe ich nichts mehr. Nur noch ein paar Werkzeuge , aber ich kann nicht arbeiten weil ich mich vor schmerzen und verwirrung (durch ständige kleine Anfälle die immer wieder hintereinander kommen) garnicht konzentrieren kann.
Als meine Epilepsie 2005 anfing lebte ich in USA und bekam dort zu dem Ergenyl (valproat) auch Clonazepam in einer kleinen Dosis. Damit kam ich sehr gut zurecht und konnte fast normal leben.
Als ich dann nach Deutschland zurückkam 2006 bin ich direkt zu einem Neurologen gegangen um mich hier nochmal untersuchen zu lassen. Der hat dann auch bestätigt das ich Epileptiker bin , wollte mir aber das Clonazepam nicht mehr verschreiben.
Das Resultat war dann das ich im Schlaf einen Anfall bekommen hatte der aber wohl nochmal glimpflich abgelaufen war (ich bin in meinem Erbrochenem aufgewacht)
Seitdem bin ich zu 3 verschiedenen Neurologen in der Gegend gegangen und keiner wollte mir Clonazepam wieder verschreiben obwohl ich dann wieder normal leben könnte.
Mir wurde eigentlich immer unterstellt das ich sowas wie ein Tablettensüchtiger bin obwohl mein EEG eindeutig ist und die Röntgenaufnahmen von meinen zerbrochenen Knochen auch echt sind.
Ich verstehe nicht wieso das hier in Deutschland so ein Problem sein soll?

Ich habe jetzt schon zweimal ein Termin gemacht bekommen (ich hab eigentlich garnicht danach gefragt) bei der Epileptologie in Bonn. Mag ja alles stimmen das es Sinn machen würde dort mal hinzufahren und mich besser untersuchen zu lassen, aber ich darf nicht Autofahren und eine fahrt mit Zug und Bus ist für mich zu anstrengend in meinem jetzigen Zustand. (mal abgesehen davon das ich mir das nichtmal leisten kann)(Ich will aber auch nicht da hin)

Weiss jemand was ich machen kann bezüglich der verschreibung von Clonazepam ? Ich weiss echt nicht weiter.
Jetzt muss ich mir schon wieder ein neuen Neurologen suchen. Eben habe ich 2 Stunden gewartet obwohl ich ein Termin hatte um dann in 5 min. mir anhören zu müssen das er mir nicht helfen wird...Ich meine sogar ein flüchtiges Lächeln(ein böses) gesehen zu haben als er mir sagte das ich keine "tranquilizer" bekommen würde.
Das geht jetzt so seit 10 Jahren....
Ich kann jetzt aber echt nicht mehr und muss selber was tun wenn mir kein Arzt helfen will. (Ich dachte eigentlich immer alle Ärzte wären an den Eid des Hypokrates gebunden?....ich schätze mal das wird jetzt wohl recht locker interpetiert....seufz :-(

grüße aus der Eifel


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