Epilepsie erwähnen, weil ich den Job nicht möchte?

Valeska, Saturday, 18.02.2017, 19:59 (vor 3465 Tagen)

Liebe Community,

ich bin auf Arbeitssuche und lebe zur Zeit von ALG II.
Seit fast einem Jahr habe ich einen Minijob, den ich über alles liebe. Doch leider ist mein Arbeitgeber zahlungsunfähig und sein Haus, wo sich auch sein Büro befindet, wurde vor einigen Tagen zwangsversteigert. Ende diesen Monats ist für mich dort Schluss. :-(

Letzte Woche bekam ich vom Jobcenter ein Stellenangebot zugeschickt. Es handelt sich dabei um eine Zeitarbeitsfirma, die Arbeitnehmer für den Einsatz in Call-Centern sucht. Ich musste mich dort ja bewerben. Wie es oft der Fall ist, hat sich diese Zeitarbeitsfirma natürlich bei mir gemeldet. Ich fragte im Telefonat gleich, ob man keine anderen Jobs anbieten könne wie z.B. im kaufmännischen Bereich. Die Antwort war, dass man leider nichts im Angebot habe. Gleichzeitig pries der Mitarbeiter von der Zeitarbeitsfirma die "tollen" Tätigkeiten in besonders arbeitnehmerfreundlicher Atmosphäre im denkmalgeschützten Gebäude dermaßen an, dass es schon unangenehm und penetrant war!
Er vereinbarte sehr euphorisch mit mir einen Vorstellungstermin für kommenden Montag.

Ich bin sehr unglücklich darüber, denn ich möchte so einen Job in keinem Fall antreten.
Ich musste bereits zweimal zur Probe in Call-Centern arbeiten und das ganze Durcheinandergebrabbel und die oft genervten Kunden machten mich wahnsinnig! Ich könnte mich nach ein paar Stunden auch nicht mehr auf die Anliegen der Anrufer konzentrieren.

Anfang Februar wurde bei mir eine erhöhte Krampfbereitschaft im EEG festgestellt. Aufgrund der von mir geschilderten Bewusstseinsstörungen hat der Neurologe Absencen diagnostiziert. Unklar ist, was sich bei mir nachts abspielt. Manchmal beiße ich mir in stressigen Phasen die Wangenschleimhaut und meine Aufbissschiene kaputt.

Ist es eine gute Idee, im Vorstellungsgespräch meine Epilepsie zu erwähnen, um einen Job im Call-Center zu entgehen?
Oder könnte man mir sagen, dass eine Epilepsie auf solch eine Tätigkeit doch gar keinen Einfluss hätte?

Liebe Grüße,
Valeska


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