Nach der OP "was bin ich jetzt?" schwere Depressionen
Hallo Podi,
Epilepsie wurde bei mir durch eine Hirnhauttumor erst in späten Jahren verursacht. Drei Wochen nach der Diagnose wurde ich operiert. Was der Tumor angeht mit Erfolg. Nach 6 monatiger "Erholung" unter Keppra wieder Epilepsie in einer anderen Form. Ich mußte lernen damit zu leben, soziale Kontakte dadurch zu verlieren, Radtouren zu kürzen u.ä. Zugegeben bin ich sowieso nicht mehr so jung und frisch.
Seit der letzten deutlichen Dosiserhöhung scheint es zu gehen. Bei jedem möglichen Wehwehchen, daß ich früher ignoriert hatte, nagt aber die Angst: Fängt es wieder an...
Praktisch die ähnliche Depression - "wer bin ich?" wie Du aber in umgekehrter Form. Meine eigene "Kur" bei schlechten Erfahrungen und Befürchtungen ist in negativsten auszudenken und am tiefsten schwarzesten Punkt eine Weile auszuharren. Dann kommt der Wendepunkt: Es ist so schwarz, daß es nicht schwärzer werden kann. Entweder akzeptiere ich die Situation weil unumkehrbar und überlege Ausweich- / Anpassungsmöglichkeiten oder fange an über Lösungen, Erleichterungen zu grübeln und daran zu arbeiten. Es geht aus jedem Fall besser, weil ich das Schlimmste eine Weile akzeptiere, und es ist doch gar nicht so schlimm als ich es ausgedacht hatte.
Das war ähnlich nach 11. November, Tsunami oder Tschernobyl - letzteres hat meinen ersten GM-Anfall nach OP provoziert. Die Bilder habe ich immer und immer wieder anschauen müssen. Ich bin kein Voyeur, aber so konnte ich sie langsam als definitiv anzusehen, nicht mehr zu löschen, als "nicht existiert" zu kaschieren. Also mir das Schwarze äußerst deutlich vormalen, um es dann später zu archivieren.
Ich weiß nicht, ob es bei Dir funktionnieren könnte. Die Ärzte haben doch gesagt, daß Deine Reaktion normal ist. Wohl wie bei Drogenabhängigen in Entziehungskur oder noch danach.
Schreib es ruhig runter, es läßt Dampf ab. Hier, um Anderen zu zeigen, daß sie mit diesem Problem nicht alleine sind. Vielleicht auch in ein "Tagebuch", das Du bei Bedarf nachlesen kannst.
Und bleib weiter hier im "Club". Deine Erfahrungen können für andere kostbar sein und mit der Zeit entwickelt sich eine Epi-Gemeinschaft.
mezeg
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podi,
26.10.2017, 21:56
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Green,
26.10.2017, 22:12
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- Nach der OP "was bin ich jetzt?" schwere Depressionen - mezeg, 27.10.2017, 08:15
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podi,
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chrissie,
27.10.2017, 15:14
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