Wer hat Epilepsie und fährt Auto?/Leitlinien von 2009

mimi, Sunday, 12.11.2017, 11:42 (vor 3198 Tagen) @ Green
bearbeitet von mimi, Sunday, 12.11.2017, 11:47

Stimmt Green - und so sollte man das dann auch handhaben. Und dazu ehrlich zu den Ärzten und vor allem! zu sich selber sein. Und wenn es einem nicht gut geht, IMMER das Auto stehen lassen, selbst, wenn man wie ich jetzt wieder fahren darf.
Als ich meinem Führerschein nicht hatte, bin ich bald wahnsinnig geworden, da ich auf dem tiefsten Land wohne und ca. 30 km zur Arbeit habe. Mit diversen Bussen und Umsteigen und warten, wären das weit über 1 Stunde einfache Fahrzeit gewesen, aber ich konnte es mit Nachbarn/ Kids/lieben Bekannten usw. organisieren. Ich musste halt laufend jemand fragen und wenn es nur die Fahrt zum Einkaufen war. Und ich hab mich ab und an bei dem Gedanken erwischt, einfach mal schnell zum Einkaufen mit dem Auto zu fahren, aber hab ich nicht gemacht.
Verantwortung für andere hast du in jeder Sekunde beim Autofahren. Das aber nicht nur als Epileptiker und das macht mich manchmal ein wenig sauer - vor allem, wenn ich die Handyschreiber beim Fahren sehe. Ich rede hier nicht von Leuten mit Grand Mal oder Absencen usw. Aber wenn Chrissie z. B. schreibt, sie kann kein Rad fahren, weil ihr aufgrund einer anderen Erkrankung schwindelig wird, dann ist es doch eigentlich ein Witz, dass sie mit dieser Erkrankung aber wohl trotzdem Auto fahren dürfte und nur nicht fahren darf wegen ihrer Epilepsie. Und alle Menschen, die Zucker haben, dürfen es auch und ich kenne genug, die damit absolut nachlässig umgehen und immer wieder in die Unterzuckerung kommen. Die fahren alle freundlich Auto und müssen zu keinem Zeitpunkt ihren Führerschein abgeben - nicht mal bis sie richtig eingestellt sind. Finde ich zumindest mal überdenkenswert.


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