Epilepsiehund bei anfallsfreien Epileptikern
Hallo ihr Lieben,
vermutlich kennt mich keiner mehr, da ich hier sehr lange nicht aktiv war und eine neue Email-Adresse habe, trotzdem lese ich hier immer mit und eure Einträge ermutigen und bestärken mich immer noch sehr!!
Weil ich jetzt jedoch eine Frage habe, habe ich mir ganz egoistisch wieder ein Konto eingerichtet. Da ich euch in den letzten Jahren nie geantwortet habe, hätte ich vollstes Verständnis dafür, wenn mir niemand antwortet.
Kurz zu meiner Epilepsieform: juvenile myoklonische Epilepsie, die mit 17 angefangen hat.
Trotzdem würde ich gerne eine Frage stellen: in den letzten Jahren kam ich sehr gut mit meiner Epilepsie klar, ich hatte keine Anfälle und konnte theoretisch ein „normales Leben“ führen. Trotzdem habe ich immer wieder Panikattacken weil ich Angst habe, wieder einen Anfall zu bekommen (diese Panikattacken treten leider oft in Alltagssituationen wie Einkaufen oder spazieren gehen auf). Von meiner Neurologin habe ich dafür zwar Beruhigungstabletten bekommen, die ich in so einer Situation nehmen kann, aber die wirken irgendwie nicht und außerdem ist es nicht die Lösung, die ich mir wünschen würde.
Ich habe in den letzten Monaten oft über einen Epilepsiehund (vermutlich gibt es dieses Wort überhaupt nicht) nachgedacht, und hätte wirklich sehr gerne einen. Ich habe mich im Internet ausführlich darüber informiert, aber es wurde nie genau erwähnt, ob anfallsfreie Epileptiker ein Recht auf so einen Hund haben. Ich weiß nun, dass es zwei Arten von Epilepsiehunden gibt, nämlich die, die im Vorfeld spüren, dass ihr Besitzer im Laufe der nächsten Stunden/Minuten/Sekunden einen Anfall bekommt und ihn somit warnt, und die Hunde, die das Umfeld darauf aufmerksam macht, dass ihr Besitzer gerade einen epileptischen Anfall hat. Ich habe nun zwei Fragen, nämlich ob bei Absencen (nicht bei den kurzen, sondern bei denen, bei denen man über lange Zeit verwirrt ist) ein Epilepsiehund das erkennen kann und ob ich mit dieser Epilepsieform + Anfallsfreiheit überhaupt einen Anspruch hätte.
Abgesehen von meinen tatsächlichen Anfällen und nicht nur den Panikattacken würde ich mir wirklich sehr so einen Epilepsiehund wünschen. Ich wäre auch gerne bereit, die Anschaffung und laufenden Kosten für diesen Hund selbst zu bezahlen, aber hätte halt gerne einen Hund, der Epilepsie „kennt“. Denn dieses „Kennen“ würde mir zudem ein sehr großer seelischer Trost sein.
Und jetzt kommt endlich meine konkrete Frage: wird anfallsfreien (seit 5 Jahren) Epileptikern so ein Hund zur Verfügung gestellt?
Ich würde mich sehr über (unverdiente) Antworten freuen!
Liebe Grüße
Ricarda
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RicardaGies,
16.02.2020, 05:22
- Epilepsiehund bei anfallsfreien Epileptikern - mathilda, 16.02.2020, 09:09
- Epilepsiehund bei anfallsfreien Epileptikern - sandytimmy, 16.02.2020, 10:47
- Epilepsiehund bei anfallsfreien Epileptikern - Mad, 17.02.2020, 13:19