Lichtempfindlichkeit

Sanktus Achzehn, Tuesday, 09.04.2024, 14:41 (vor 69 Tagen) @ Francis

Hallo Francis,

meine Empfehlung, einfach aus meiner langjährigen Erfahrung mit vielen Arztwechseln heraus, wegen diverser Umzüge, Renteneintritte usw.: Hinterfrage die Einschätzung beim nächsten Termin. "Warum halten Sie es für nicht zutreffend, dass in meinem Fall Licht als Anfallsverursacher in Frage kommt?" Du musst seine Meinung nicht teilen, aber du solltest nachvollziehen können, wieso er zu dieser Einschätzung kommt. Will er das nicht erklären oder kann er es nicht annähernd nachvollziehbar erklären: Wechsle den Arzt. Dann taugt dieser einfach nicht. Manchmal helfen die Nachfragen jedoch, weitere Dinge zu erkennen, die man selbst vorher übersah. Ein guter Arzt wird auf jeden Fall immer gut begründen können, warum er Zweifel hat und eher einen anderen Weg verfolgen möchte. Was ja ggf. auch nicht falsch ist. Wenn jedoch immer alles nur vom Tisch geschoben wird, einem gar nicht richtig zugehört wird und es auf ein "nee, nee, das geht schon" hinausläuft, bin ich mittlerweile immer sofort wieder weg.

So oder so schadet es aber auch nicht, alle Infos gut zu sammeln und parallel einen Termin in einer Fachambulanz zu vereinbaren. (z. B. Bielefeld Bethel, Bonn, Berlin Herzberge, Kork Kehl) Dafür brauchst du in der Regel auch eine Überweisung vom niedergelassenen Neurologen, musst entsprechend auch mit ihm darüber reden, dass du gerne auch noch eine Zweitmeinung hättest und deswegen über einen Termin in einer Fachambulanz nachdenkst. Ein guter Arzt wird das unterstützen, ein schlechter eher reserviert reagieren und dich mit "naja, dann machen Sie das halt" 'rausschieben'. Auch das wird dir dann einiges über den Arzt verraten.

Gruß,
Sanktus Achtzehn


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