Hallo bin neu hier

Ägypten, Friday, 14.06.2024, 07:38 (vor 40 Tagen) @ Anton

Hallo Anton,
Vielen lieben Dank für die vielen Informationen bezüglich der Medikamente. Ich habe Anfang Juli wieder einen Termin bei meiner Neurologin und werde Deinen Rat befolgen und selbstbestimmter auftreten.
Liebe Grüße Ägypten


willkommen bei uns im Forum. Wenn ich das richtig beurteilen kann als Nichtmediziner, der seit Jahrzehnten an Epilepsie erkrankt ist, aber über reichlich Erfahrung, die man als medizinischer Laie sammeln kann, verfügt, leidest du an einer Veranlagung, bei der es beim Überstrapazieren des Körpers zu Anfällen kommt. Das hat man im Alter von 16 Jahren bei Flackerlicht und Videospielen gesehen. Und in neuester Zeit durch die Reize der Influenza und unerwünschten Nebenwirkungen der Antibiotika.

Eine geringe Anzahl der Patienten, die mit Levetiracetam behandelt werden, bekommen psychische Probleme bis hin zur Psychose. Aus dem Grunde haben es Deine Neurologen gut gemeint und wollten, dass Levetiracetam ausdosiert und Lamotrigin dauerhaft gegeben wird. Das ist leider schief gegangen. Um das schnell wieder zu ändern und Belege dafür zu bringen, wäre das Führen eines Anfallskalenders sinnvoll gewesen.

Du hast sehr viel geschrieben. Ich antworte weiterhin stichwortartig. Von einem Neurologen ist mir bekannt, dass viele Patienten nach dem Absetzen von Levetiracetam wieder Anfälle bekommen. Aus dem Grunde habe ich es nie abgesetzt, obwohl ich schon lange anfallsfrei bin.

Ich nehme seit fast 20 Jahren folgende Medikamente, ohne durch sie kognitive Störungen und sonstige Einschränkungen zu haben. Levetiracetam 500 --- 500 mg. Und Trileptal (Oxcarbazepin) 300 --- 300 mg.

Außerdem weiß ich, dass es für Patienten, die mit Levetiracetam nicht zurechtkommen, die Option gibt, das Nachfolgepräparat von Levetiracetam zu nehmen. Der Wirkstoff heißt Brivaracetam. Allen Patienten, die ich kenne, ging es nach diesem Wechsel wesentlich besser.

Ich kann dir nur empfehlen, bei den Neurologen bestimmender aufzutreten. Die Medikation sollte nicht mehr als Diktat des Arztes gesehen werden, sondern als eine medikamentöse Therapieform, auf die sich Arzt und Patienten geeinigt haben. Ich empfehle, weiterhin einen Anfallskalender zu führen, auch wenn Anfälle nicht auftreten. Wichtige Informationen zu den Wirkstoffen „Levetiracetam“ und „Brivaracetam“ erhältst Du über die Suchfunktion dieses Forums oben rechts. Weitere Fragen dazu beantworte ich gerne. Ich wünsche gute Besserung!

Liebe Grüße
Anton

Hallo und guten Tag,

willkommen bei uns im Forum. Wenn ich das richtig beurteilen kann als Nichtmediziner, der seit Jahrzehnten an Epilepsie erkrankt ist, aber über reichlich Erfahrung, die man als medizinischer Laie sammeln kann, verfügt, leidest du an einer Veranlagung, bei der es beim Überstrapazieren des Körpers zu Anfällen kommt. Das hat man im Alter von 16 Jahren bei Flackerlicht und Videospielen gesehen. Und in neuester Zeit durch die Reize der Influenza und unerwünschten Nebenwirkungen der Antibiotika.

Eine geringe Anzahl der Patienten, die mit Levetiracetam behandelt werden, bekommen psychische Probleme bis hin zur Psychose. Aus dem Grunde haben es Deine Neurologen gut gemeint und wollten, dass Levetiracetam ausdosiert und Lamotrigin dauerhaft gegeben wird. Das ist leider schief gegangen. Um das schnell wieder zu ändern und Belege dafür zu bringen, wäre das Führen eines Anfallskalenders sinnvoll gewesen.

Du hast sehr viel geschrieben. Ich antworte weiterhin stichwortartig. Von einem Neurologen ist mir bekannt, dass viele Patienten nach dem Absetzen von Levetiracetam wieder Anfälle bekommen. Aus dem Grunde habe ich es nie abgesetzt, obwohl ich schon lange anfallsfrei bin.

Ich nehme seit fast 20 Jahren folgende Medikamente, ohne durch sie kognitive Störungen und sonstige Einschränkungen zu haben. Levetiracetam 500 --- 500 mg. Und Trileptal (Oxcarbazepin) 300 --- 300 mg.

Außerdem weiß ich, dass es für Patienten, die mit Levetiracetam nicht zurechtkommen, die Option gibt, das Nachfolgepräparat von Levetiracetam zu nehmen. Der Wirkstoff heißt Brivaracetam. Allen Patienten, die ich kenne, ging es nach diesem Wechsel wesentlich besser.

Ich kann dir nur empfehlen, bei den Neurologen bestimmender aufzutreten. Die Medikation sollte nicht mehr als Diktat des Arztes gesehen werden, sondern als eine medikamentöse Therapieform, auf die sich Arzt und Patienten geeinigt haben. Ich empfehle, weiterhin einen Anfallskalender zu führen, auch wenn Anfälle nicht auftreten. Wichtige Informationen zu den Wirkstoffen „Levetiracetam“ und „Brivaracetam“ erhältst Du über die Suchfunktion dieses Forums oben rechts. Weitere Fragen dazu beantworte ich gerne. Ich wünsche gute Besserung!

Liebe Grüße
Anton


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