Tablettenumstellung Levetiracetam auf Phenhydan

Anton, Thursday, 31.07.2025, 18:30 (vor 379 Tagen) @ Sonnenschein2510

Hallo und guten Abend,

ich begrüße dich herzlich in diesem Forum. Dir ist sicher bekannt, dass wir alle hier als Nichtmediziner schreiben und Ratschläge in dem Sinne nicht geben dürfen. Auch ich schreibe als Patient und medizinischer Laie. Den Wirkstoff Phenytoin habe ich fast 20 Jahre genommen und war damit anfallsfrei. Nur das, was er mit mir angestellt hat, habe ich erst gemerkt, als ich ihn nicht mehr genommen habe. Er hat bei mir die Kognition sehr eingeschränkt.

Danach habe ich ungefähr 10 Jahre Valproinsäure genommen. Das Mittel war ein richtiges Hammer-Medikament und hat mich noch mehr eingeschränkt, wobei es das Hauptziel, nämlich Anfallsfreiheit, völlig verfehlt hat.

Seit fast 20 Jahren nehme ich Levetiracetam und bin ich glücklicher Mensch. Ich bin hellwach und durchgehend anfallsfrei. Ich weiß von einigen Patienten, dass sie mit Levetiracetam nicht zurechtkommen, weil psychische Störungen auftreten. Da gibt es dann die Möglichkeit, auf das Nachfolgepräparat von Levetiracetam, nämlich Brivaracetam, umzusteigen.

Zurück zu Deiner Mutter. Sollte sie schon älter sein und selbst den Wunsch äußern, dass es bei dem Phenytoin bleiben soll, hielte ich es für sinnvoll, wieder auf dieses Medikament umzusteigen. Immer vorausgesetzt, sie weiß, was sie sich damit in Hinsicht auf die Fitness antut. Denn Levetiracetam entstammt einem „Antidementivum“, es verbessert die Sauerstoff-Verfügbarkeit im Gehirn, was im Alter nicht von Nachteil ist.

Mir ging es über einen längeren Zeitraum gesundheitlich nicht so gut. Aus dem Grund sind so gravierende Umstellungen immer stationär erfolgt. Das hielte ich für vernünftiger, gerade in Hinblick darauf, dass sie einen Grand Mal hatte.

Bei fast allen Umstellungen ist bei mir nach dem Prinzip verfahren worden, dass das neue Medikament voll eingeschlichen wurde, und erst dann das alte Medikament langsam herausgenommen wurde. Auch das wird bei jedem Patienten anders gemacht. Ich wünsche alles Gute.

Viele Grüße
Anton

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Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Bitte wenden Sie sich an ihren Neurologen!

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