Anfälle trotz Medikamente

Anton, Sunday, 17.08.2025, 18:35 (vor 362 Tagen) @ Libelle

Hallo und guten Abend,

herzlich willkommen bei uns im Forum. Schön, dass Du zu uns gekommen bist, auch wenn der Anlass unbefriedigend ist. Ich erwähne immer gerne, dass ich wie alle anderen, die hier schreiben, Nichtmediziner und pharmakologische Laien sind. Wir berichten aus unseren Erfahrungen und von dem, was wir bisher mit unseren Medizinern erlebt haben.

Wie ich vorgehen würde an Deiner Stelle? Die gesundheitliche Vorgeschichte von der Geburt an würde ich aufschreiben und wenn möglich, auch die Arztberichte dazulegen. Es scheint sich um eine genetisch bedingte Epilepsie zu handeln, weil Dein Sohn neuerdings auch mit diesen „komischen“ Gefühle zu kämpfen hat. Aus der Sicht der Neurologen handelt es sich bei Auren bereits um epileptische Anfälle.

Dass Du das Leben bis auf das Notwendigste heruntergefahren hast, finde ich gut. Damit klammerst Du das Gros der Reizfaktoren, die zu einem Anfall führen können, aus. Wie sieht es aus mit der Therapietreue, der Compliance? Die Medikamenteneinnahme muss hundertprozentig stimmen, sonst nützt alles nichts. Eine Ordnung lässt sich organisieren.

Dich wundert, dass Du ohne Medikamente keine Anfälle hattest. Aber das war früher, und früher sind zwei Silben. Ich würde einen Anfallskalender schreiben, wenn Anfälle auftreten, vielleicht das Geschehen drumherum beschreiben. Und wenn möglich, von einem Dritten den Anfallsablauf genau beschreiben lassen, eventuell auch ein Video machen. Und ich sage es noch einmal: Um die Sache richtig zu beurteilen, ist es von größter Wichtigkeit, die Pillen regelmäßig zu nehmen. Ich wünsche viel Erfolg bei allen Maßnahmen.

Viele Grüße
Anton

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Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Bitte wenden Sie sich an ihren Neurologen!

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