Angst vor Valproat

Ina B., Monday, 20.10.2025, 07:35 (vor 299 Tagen) @ Anton

Lieber Anton,

vielen Dank für Deine Antwort. Es ist bei meinem Enkel schon bekannt, dass es sich um einen Gendefekt handelt. Es wurden auch schon harmlosere Medikamente ausprobiert, die eine Weile gewirkt haben, inzwischen aber leider nicht mehr. Daher wird jetzt auf Valproat umgestiegen. Du schreibst, die Zeit mit Valproat war Deine schlechteste Zeit. Inwiefern war das so? Mein Enkel bekommt jetzt seit ein paar Tagen Valproat, mal sehen, wie es sich bei ihm auswirken wird.

Viele Grüße und alles Gute
Ina

Hallo und guten Tag,

eine Epilepsie lässt sich ausschließlich mit den Möglichkeiten, die die Schulmedizin zu bieten hat, therapieren. Aus dem Grunde sollte wie folgt vorgegangen werden. Zuerst nach der Ursächlichkeit fragen, wie kann es zu der Krankheit gekommen sein, alle Unterlagen von allen Arzt- und Krankenhausbesuchen sollten gesammelt werden, um sie für weitere Vorstellungen bei Ärzten vorliegen zu haben.

In dem geschilderten Fall würde ich den Eltern raten, ein Epilepsie-Zentrum aufzusuchen. Dafür ist eine Überweisung vom behandelnden Neurologen erforderlich. Ferner werden alle Unterlagen zur Einsicht gewünscht. Sehr hilfreich sind Beschreibungen der Anfälle, auch Videoaufnahmen sind gewünscht.

Zur Valproinsäure. Es ist ein relativ altes Mittel, das die ganze Breite der Epilepsien therapieren kann. Es hat den Nachteil, dass es nicht gezielt wirksam ist. Ich habe es über Jahre genommen, es war meine schlechteste Zeit. Es gibt aber auch Patienten, die damit glücklich sind. Es ist also praktisch ein Mittel, das verabreicht wird, wenn man noch nicht genau weiß, um welche Anfallsart es sich handelt. Bei Valproinsäure sind regelmäßige Blutuntersuchungen wichtig, die Wirkstoff-Menge sollte laufend dem Körpergewicht angepasst werden.

Viele Grüße
Anton


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