Angstzustände nach zweitem Anfall
Hallo Susi,
ich kann dich da sehr gut verstehen.
Mir geht es ähnlich. Ich hatte vor etwas über zwei Jahren meinen zweiten tonisch-klonischen Anfall und bin seitdem anfallsfrei.
Dennoch ist da die ständige Angst.
Das eine ist sicherlich, die bekannten Risikofaktoren zu eleminieren. Also Schlaf, Stress Alkohol…
Das ist, jedenfalls für mich, kein Problem, da ich ja durch die Krankheit genügend Motivation mitbekommen habe.
Das andere jedoch, die ständige Angst vor einem erneuten Anfall und den daraus resultierenden Konsequenzen.
Das ist eine ganz andere Sache.
Ich habe mal den Spruch gelesen: „Bei der Epilepsie ist der Anfall ansich häufig das geringere Problem“
Das hat mir geholfen zu erkennen, dass ich mit meiner Angst nicht ganz alleine bin.
Meine Gedanken kreisen ständig darum.
- hab ich genug geschlafen?
- hab ich zuviel Stress?
- ernähre ich mich richtig
Diese Angst lähmt mich in meinem Leben und kostet so unfassbar viel Energie.
Manchmal sind mir soziale Kontakte zu anstrengend, die ich sonst immer so gerne gemacht habe und ich sage immer mehr Termine ab.
Ich will -nicht, dass die Krankheit das Steuer für mein Leben übernimmt und habe ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben.
Mit der Epilepsie werde ich den Rest meines Lebens gesegnet sein. Damit muss ich lernen umzugehen. Ich weiß nur nicht wie.
Deshalb habe ich für mich entschlossen, dass ich alleine damit auf Dauer nicht klarkomme und habe mich auf eine Warteliste von einem Psychologen setzen lassen.
Hoffe, das wird helfen.
Ich wünsche dir viel Stärke.
Ich weiß, da ist Licht am Ende des Tunnels.
Wir müssen nur noch den Weg dahin finden.
Liebe Grüße
Volker
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Susi_2311,
11.01.2026, 16:41
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