Zwischen Notfall, E-Mail-Filter und Portal-Täuschung
Hallo zusammen,ich möchte meine Erfahrungen mit der digitalen Arzt-Patienten-Kommunikation teilen möglicherweise könnt ihr mich bei Petitionen unterstützen.
Erfahrungsbericht 1:
Das "Ausfiltern" durch den Arzt
Oktober 2023 hatte ich massive Anfallsserien. Mein behandelnder Epileptologe (Uni-Klinik) las meine Mails nicht. Später kam heraus: Er filtert meine E-Mail-Adresse technisch so,dass meine Nachrichten direkt gelöscht werden. Er gab offen zu,auch Briefpost nach Länge zu sortieren u vieles nicht zu lesen.In einer späteren Situation mit massiven Kopfschmerzen (V.a. Antikonvulsiva-Intoxikation) blieb ich 7 Tage ohne Antwort u musste den Arzt in seiner Mittagspause abpassen,um Hilfe zu erhalten,das Beschwerdemanagement bagatellisierte dies als Migräne u
Spannungskopfschmerzen.
Erfahrungsbericht 2:Das Notaufnahme-Dilemma
Karfreitag 2026:20 fokale Anfälle an einem Tag.Die Notaufnahme verweigerte eine telefonische Beratung („grob fahrlässig“),während das Beschwerdemanagement behauptet, „akut“ sei ein Zustand nur bei nötiger sofortiger Intervention.Ich saß in der Falle: Ein Weg in die ZNA war physisch unmöglich (Bedarf an Ruhe/Liegen),zu Hause fehlte die ärztliche Überwachung.An Notfallmedikamente (Buccolam) traute ich mich als Erstanwenderin allein nicht heran
Systemfehler Patientenportal & TI-Messenger
Die Klinik zwingt Patienten in ein Portal,das Selbstbestimmung nur vorgaukelt: Man soll Akten für einzelne Ärzte freigeben,im Hintergrund heißt es aber vom Datenschutzbeauftragten,eine Falltrennung sei technisch gar nicht möglich–nur eine Komplettsperre der Patienten-ID.Zudem wurde das Portal laut Klinik „versehentlich zu früh“ freigeschaltet
Ich setze mich politisch für den TI-Messenger ein.Er muss verbindlich, vergütet u. patienteninitiiert sein. Das BMG blockt dies bisher ab (Freiwilligkeit für Ärzte).
Meine Frage an euch:
Wie wehrt ihr euch gegen die Ignoranz von Kliniken,die E-Mails filtern oder funktionslose Portale vorschalten? Habt ihr Ideen, wie man gemeinsam mehr Druck für eine verbindliche digitale Kommunikation (TI-Messenger) aufbauen kann? Als Einzelkämpferin werden meine Erfahrungsberichte als „Einzelfall“ abgetan Vorschläge akzeptiert
Ich habe bereits mehrere Petitionen beim Bundestag eingereicht die vom BMG stehts abgeleht werden, sie halten an Freiwilligkeit u Arztinitiierung fest
Hallo KaMa01,
zu deinen Erfahrungsberichten 1+2:
UniÄrzte und die Notfallaufnahme sind keine langfristig beratenden Stellen. Aus diesem Grund würde ich micht selten an sie wenden. Deshalb lass es mit den Petitionen. Es ist zu viel Aufwand. Zeige gegenüber deinem Umfeld (Familie, Ärzte, Arbeitgeber, Bildungseinrichtungen) Tranparenz. Teile mit was du hast und was im Notfall zu tun ist). Diese Sachen findet man auf einem Anfallskalender,zumeist auf der letzen Seite.Diesen kannst du in Apotheken erwerben.Suche dir auch einen vertrauenswürdigen, niedergelassenen Neurologen.
zu den Portalen:
Ich würde sie ablehnen, denn für solche Geschichten gibt es die ePa. Wenn die Einrichtungen es doch fordern würde ich zuerst die Datenschutzbestimmungen des Portalanbieters lesen. Dort erfährst du unter anderem etwas über die Verarbeitung deiner Daten und deine Rechte (u.a.Recht auf Tranparenz, Recht auf Wiederuf und Löschung) gegenüber dem Anbieter. Basis bildet die europaweit geltende Datengrundschutzverordnung (DS-GVO) und das SGB (Sozialgesetzbuch). Als letzes könntest du dem DSB der Einrichtung (DSB - Datenschutzbeauftragter) wenden oder eine Beschwerde beim Landesdatenschutzbeauftragten einlegen.
Auch in diesem Fall brauchst du dich politisch nicht zu aktivieren.
MfG
Abschließend möchte ich daran erinnern, da ich den Verdacht habe, dass du möglicherweise ein Arzt einer Uk-Klinik bist der eine Mehrarbeit durch Einführung der Forderung befürchtet,worauf er gut u gerne verzichtet u mich deswegen versucht davon abzuhalten.So nach dem Motto: „Eigenbedarf nach Ruhe vor Hilfebedarf der Patienten“ Nur dann frage ich mich, warum ein Arzt dann Arzt wird,wenn er anstatt zu helfen–was seine Aufgabe ist–seine Ruhe haben will. Es wäre ein reiner Zufall,wenn du auch noch mein Arzt bist der Absatz 2 wiederholt.
Dieses Forum gehört zur Deutschen Epilepsievereinigung e.V.–einer Patientenlobby, die sich konsequent für die Interessen von Menschen mit Epilepsie einsetzt. Deine Ratschläge zur politischen Inaktivität u die Verteidigung administrativer Hürden widersprechen dem Geist dieser Gemeinschaft fundamental u entsprechen eher der Interessenvertretung der Ärzteschaft
Ein Patientenforum sollte ein Ort des Rückhalts, der gegenseitigen Unterstützung sein,kein Sprachrohr für die Interessen der Gegenseite, das Betroffene in lebensbedrohlichen Situationen zum Schweigen auffordert.“
Ich frage mich daher ernsthaft,ob du auf der Plattform einer Patientenvereinigung überhaupt richtig bist, wenn deine Prioritäten so offensichtlich gegen die Interessen der Patienten sind.
MG
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KaMa01,
15.04.2026, 18:30
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