Re: Behindertenausweis warum`?

Matthias @, Thursday, 06.07.2006, 22:00 (vor 7351 Tagen) @ Streifenhorn

Hallo,

ich bin da nicht so ganz der Ansicht von Nicole und Josef.
Zum Arbeitgeber informieren braucht man bei einer Bewerbung heute nicht mehr auf die Frage des Pc's warten, weil man bereits schon an der Pforte- oder spätestens im Vorzimmer dann einen Fetzen Papier in die Hand gedrückt bekommt und da wird in keiner Ausführung eine bestimmte Frage fehlen. Kommt was raus, dann war das eine "Falschaussage", die da unterschrieben wurde und glaub' nicht, dass das kein Kündigungsgrund ist. Wenn Du meinst, dass Du weiterhin Stillschweigen behalten musst, dann tu es, aber wundere Dich dann auch nicht, wenn mal was vor kommt und Du dann fliegst, weil halt keine Arbeit mehr da ist, oder Du dann nicht mehr einsetzbar bist, weil man dann will, dass Du vielleicht mal eine Arbeit ausführen sollst, die Du eben nicht tun kannst. - Vielleicht sollstDu mal den Benz vom Big zum Tanken- in die Waschstraße oder zum Reifenwechseln fahren und sollst/musst den FS auf den Tisch legen? - Und dann???? - "Warum haben sie keine Fahrerlaubnis?"
Wenn die Personalleitung Deine Lohnsteuerkarte genauer anschaut, stehen da ein paar Zahlen wo dorten, wo normalerweise keine stehen würden und wenn dann das "Warum" kommt?? - Dann kommen halt vielleicht die Krokodilstränen und ein total stinkiger Chef.

Bei 60 MdE gibt es kein "G" und ob man so leicht auf 70 hinauf stuft, bleibt in der heutigen Zeit doch sehr fraglich.
Die Sozialauswahl kannst Du Dir auch an den Hut stecken, wenn niemand davon weiss. - Meinst Du im Ernst, dass Du dann mal so locker daher kommen kannst und "Ätschi-Bätschi-mäßig" den SB-Ausweis auf den Tisch legen kannst und aufbegehren darfst? - Der Ausweis ist da meisst Nebensache, weil da schnell ein Grund auf dem Tisch liegen könnte, damit Dir Dein SB-Ausweis einen Furz bringt.
Vor Allem dann, wenn man die Obrigkeiten hintergehen will. - Man kann Jedem Arbeiten zuteilen, die dem Arbeiter einen Handtuchwurf Wert sind, das kannst Du auch glauben und für Abmahnungen kann man auch schnell was finden. - Ob Du Dich in der Position eines Pc's oder gar Chefs so einfach hintergehen lassen würdest?? - Die Antwort überbleibt Dir selbst.
Wenn der Betrieb positive Erlebnisse mit MdE's hat, dann ist eine Aufklärung mit vielleicht sogar dazugehörigen Entschuldigung mehr Wert als weiterhin darauf zu Warten, bis sich Jemand verplappert, oder man Einem auf die Schliche kommt.

Viele Grüße
Matthias
Ich selbst wurde wirklich ungerne ausgestellt und mein Chef ist garantiert nicht behindertenfeindlich. - Im Gegenteil: Er hat für einen "Querschnitt" einen Arbeitsplatz geschaffen und ich habe auch einen Freund in der Personalleitung eines anderen Betriebes, der für mich dort mal angerufen hat, weil er "mich einstellen wollte" und da bekam ich auch gute Kritik. - Ich musste den Platz für einen anderen Mitarbeiter räumen, der drei Bandscheibenvorfälle hatte und sich halt nicht ausstellen lies.
Über 20 Betriebsjahre; Familie mit zwei Kindern und über 50 und jetzt komm ruhig mit dem rot/grünen Papier daher. - Die gesundheitlichen Fakten sind da weitestgehend im Hintergrund.


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