Re: Re: Re: Re: Behindertenausweis warum`?
[zitat=Yvonne]Hallo Claudia, ich habe Deine letzten Sätze gelesen (AG-Bewerbungsgespräch). Ich habe leider nur einen schlechten Arbeitsplatz und versuche nun seit längerem einen Arbeitsplatz zu bekommen. Ich habe auch einen Behindertenausweis, aber bisher hat mir dieser "nur" Vergünstigungen gebracht. Wenn ich im Bewerbungsgespräch von meiner Epilepsie (auf unterschiedliche Art und Weise, x-mal ausprobiert) gesprochen habe oder daß ich schwerbehindert bin, hatte ich die Absage quasi schon in den Händen. Wie warst Du mit Deinem AG vorgegangen? Yvonne[zitat=Claudia]Hallo, habe lange mit mir gerungen einen Antrag zu stellen. Mich hat das Wort SB Ausweis immer etwas abgeschreckt, weil ich immer dachte ich kann ja noch sehen und gehhen...und die gesellschaftlichen Reaktionen sind auch immer nicht die Besten-gerade im Beruf! Aber letzte Woche habe ich ihn nach 1 3/4 Jahr abgeschickt, weil es letztendlich wirklich ein Nachteilsausgleich ist! Ich darf auch kein Auto fahren aber muss dennoch irgendwie mein Kind heil in die Krippe bekommen oder die vielen Arztbesuche-dahin kann ich z.B auch nicht laufen und wenn es mir möglich ist diesen und auch die anderen Nachteile ausgeglichen zu bekommen, ist das meines Erachtens o.k und sehe es dann nicht als Sonderbehandlung!Als Sond.behandlg. würde ich sehen, wenn man uns etwas anbietet, was uns nicht zusteht! Ich habe mir hier auf dieser Seite auch viele Meinungen zu diesem Thema geben lassen.Jeder sollte für sich rausfinden und abwägen welcher Nachteil größer ist-der, der durch die Krankheit entsteht(Einschränkung der Lebensqualität) oder der gesellschaftliche und berufliche Nachteil! Ich denke auch, dass es besser wäre mit dem Chef über diese Krankheit zu reden und vielleicht auch erklären, dass blos weil man Epileptiker ist man z.B nicht ständig umkippt und arbeitsunfähig ist! Habe ich mit meinem Chef auch von Anfang an beim Bewerbungsgespräch gemacht-er fand gut, dass ich so ehrlich war(auch ohne SB-Ausw.)! Allein auch schon wegen deiner eigenen Sicherheit, falls dir doch mal was passiert...
Claudia[/zitat][/zitat]
Ich habe mit 16 Jahren Epilepsie bekommen und bin jetzt 35 Jahre.
Meine Epilepsieform sind gran mal Anfälle wenn morgens (Aufwachepilepsie).
Zum Anfank hatte ich manchmal täglich mehrere Anfälle und muss dazu sagen damals habe ich die Tabletten nicht regelmäßig genommen.
Dann wurde ich mit Leptilan und Timonil seh gut eingestellt. Einige Zeit mit 23 wurde ich schwanger und die Ärtztin meinte die Leptilan kann man leider nicht mehr absetzen und kann zu Nebenwirkungen führen und so war es auch.
Nach der Entbindung stgellten sie bei unserem Sohn eine Hypospardie fest (Harnröhre hat einen Knick nach unten gemacht). Esw musste mit 4 Jahren operiert werden. Bei dem 2. Kind 1999 wurden die Leptilan rechtzeitig abgesetzt.
8 Jahre war ich Anfallsfrei und setzte die Tabletten einfach runter: Ja ich weiß es ist ein Risiko und so war es auch. Einige Zeit später gingen die Anfälle wieder los.
Dann ergab sich die Möglichkeit mit den Kindern eine Kinderkur mit Begleitung der Mutter zu machen.
Dann erzählte ich von meiner Epilepsiegeschichte und hatte eine kurze Zeit später einen Termin bei einem Professer der schonh in Vorruhe war. Er sagte zu mir gehen Sie zu Frau Ober
ärtztin ... in Klinikum zur ambulanten Sprechstunde. der Professor hat mir Lamictal empfohlen da sie die wenigsten Nebenwirkungen haben.Ich habe mir auf Kur einen Arzt gesucht der mir diese Tabletten verschreibt nach hin und her habe ich eine kleine Packung verschrieben bekommen.
Als ich zu hause war habe ich mir einen Termin in Klinikum geben lassen. Meine Ärtztin war damit nicht einverstanden.
Seit dem bin ich da und dort verschreiben sie sogar die N3 ohne Probleme.
Einige Zeit später habe ich eine Reha Umschulung über die Agentur für Arbeit bekommen.
Nach der Umschulung ging das Bewerbungsschreiben los.
Ich hatte einige Absagen.
Im bewerbungsschreiben habe ich geschrieben: Ich gehöhre zu8m personenkreis der schwerbehinderten.
Als im Amtsblatt eine stelle ausgeschrieben war als Sacharbeiterin habe ich mich gleich darauf beworben.
Inb dieser Stellenbeschreibung stand schwerbehinderte bevorzugt. Eine Zeit später habe ich einen Brief erhalten Vorstellung zum Bewerbungsgespräch. Es sind etwa 100 Bewerbungen eingegangen und 7 Haben sie zum Vorstellungsgespräch gebeten 5 davon waren schwerbehindert.
Eine Woche später kam ein Anruf: Wir haben uns für sie entschieden und seit April bin ich in Arbeit.
Meine Grad der Behinderung ist 50. Damals hatte ich 60 mit Merkzeichen B und dort waren die Anfälle wie oben geschrieben sehr viele.
Nun wurden wieder Gutachten eingefordert und da ich wieder einige Anfälle und zwar alle halbe Jahre habe, habe ich das Merkzeichen G beantragt.
Meinew Ärtztin sagte dass man auch mit eine Behinderung mit 50 G beantragen kann ich darf ja keine Fahrzeuge mehr führen.
Katrin
Ich hoffe ich konnte helfen.
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- Behindertenausweis warum`? -
Streifenhorn,
06.07.2006, 12:27
- Re: Behindertenausweis warum`? - Josef, 06.07.2006, 17:03
- Re: Behindertenausweis warum`? - nicole, 06.07.2006, 20:58
- Re: Behindertenausweis warum`? - Matthias, 06.07.2006, 22:00
- Re: Behindertenausweis warum`? - tina, 07.07.2006, 23:50
- Re: Re: Behindertenausweis warum`? - Claudia, 08.07.2006, 14:29
- Re: Re: Re: Behindertenausweis warum`? - Yvonne, 10.07.2006, 22:25
- Re: Re: Re: Re: Behindertenausweis warum`? - Katrin, 29.07.2006, 10:25