Re: Job und Epilepsie
[zitat=Mike]Hallo zusammen, ich bin 29 Jahre alt und mir wurde letztes Jahr im Dezember ein Angiom (Hirntumor) erfolgreich entfernt. Seitdem habe ich ca 1x im Monat einen Epileptischen Anfall (Grand Mal). Eigentlich bin ich noch Berufstätig, kann aber meinen Job nicht ausüben, da ich im Aussendienst beschäftigt bin und ich eine Anfallsfreiheit von 2 Jahren durchhalten muss bis ich wieder ans Steuer darf. Eine andere Position in der Firma kann mir mein Arbeitgeber zur Zeit nicht anbieten.
Jetzt mach ich mir langsam Gedanken wie meine weitere Zukunft aussehen soll, wenn ich höre, das viele von euch schon Jahre mit Epilepsie leben. Ich frage mich auch jedesmal aufs neue, wann sind die Medikamente endlich richtig eingestellt. Ich habe zum Glück eine sehr liebe Ehefrau, die mich sehr unterstützt, aber es zieht einen doch nach jedem Anfall wieder sehr runter und man fragt sich wann es endlich wieder aufwärts geht.
Schildert mir doch eure Erfahrungen und wie ihr es schafft eure Krankheit und euren Beruf unter einen Hut zu bekommen.
Gruß und alles Gute euer Mike[/zitat]
Hallo Mike,
bin Jahrgang 1961 und arbeite als Betriebswirt in einem mittel-
ständischen Unternehmen in der Vertriebsabteilung. 1996 wurde
bei mir ein Oligodendrogliom II entfernt. Seitdem nehme ich Lamictal
da eine definitive Abfallsfreiheit nicht erzielt werden konnte.
Mittlerweile habe ich mich mit meiner Behinderung (60 %) arangiert -
was bleibt mir auch anderes übrig. Ich bemühe mich darum
diese Krankheit (?) oder Behinderung in den Griff zu bekommen,
das geht jedoch nur mit der Einhaltung bestimmter Auflagen:
möglichst wenig Alkohol/ausreichend Schlaf etc.
Mein Arbeitgeber hat mir eine Bahncard 50 gegeben, so dass ich
gelegentliche Dienstreisen durchführen kann. Da ich einige KA im
Büro hatte wurde mir seitens des Betriebsarztes nahegelegt, einige
Zeit nicht mit dem Auto zur Arbeit zu fahren wg. Berufsgenossenschaft/Wegeunfall etc.
Mittlerweile gehe ich (fast) unverkrampft... mit der Behinderung
um. Seitdem ich das tue erfahre ich auch von Kollegen, dass viele
andere auch irgendwelche Krankheiten/Behinderungen mit sich
rumschleppen.
Du schaffst das schon. Laß Dich nicht unterkriegen oder bemitleiden.
Sieh es als Chance für ggfs. was neues. Wenn Du damit alleine
nicht klarkommst hol Dir professionelle Hilfe - fragt deinen Neurol.
an wen du sich wenden sollst.
Gruß
STEFAN
gesamter Thread:
- Job und Epilepsie -
Mike,
05.08.2006, 01:16
- Re: Job und Epilepsie - Kalli, 05.08.2006, 08:01
- Re: Job und Epilepsie - Priska, 05.08.2006, 10:14
- Re: Re: Job und Epilepsie - Mike, 05.08.2006, 21:29
- Re: Job und Epilepsie - STEFAN, 09.08.2006, 20:54
- Re: Re: Job und Epilepsie - Andre22!, 26.08.2006, 23:54