Re: Berufswahl, Absencen-Epilepsie

anette @, Monday, 14.08.2006, 10:07 (vor 7313 Tagen) @ Benjamin

[zitat=Benjamin]Hallo!

Ich bin 17 Jahre und habe vor einem Jahr zum ersten Mal eine Absence gehabt, bei der ich 30 Sekunden lang völlig abwesend war. Es folgten in kleinen Abständen viele weitere "Black-outs", denen ich aber weiters keine Beachtung schenkte. Nach einem halben Jahr ging ich schlussendlich zu einem Arzt, der eine Absencen-Epilepsie feststellte. Nun nehme ich schon seit einem halben Jahr Medikamente (Depakine chrono retard) und bin soweit anfallsfrei.

Ich habe mir einige Beiträge in diesem Forum durchgelesen und musste feststellen, dass es eigentlich (fast) alle hier schlimmer getroffen hat als mich. Aber trotzdem habe ich eine Frage:

Wieweit sind Personen mit Absencen-Epilepsie gegenüber Personen mit Grand-Mal Anfällen bei der Berufswahl eingeschränkt? Da ich schon seit längerem Pilot werden will fürchte ich jetzt diesen Plan komplett verwerfen zu müssen.

Ich bedanke mich schon im voraus für eure Antworten,
l.g. Benjamin![/zitat]

Lieber Benjamin,

(Mein erster Beitrag wurde nicht ins Net übernommen. Deshalb aufs Neue eine Nachricht) Ich kann Deinen Wunsch gut nachvollziehen, gehört dieser Job doch zu den "Traumberufen". Die medizinischen Eingangs- und Jahresüberprüfungen sind jedoch so genau, dass Dir ein Verschweigen nichts bringen würde, im Gegenteil: Du hättest auch noch Vertragsstrafen seitens des Arbeitgebers, sowie des Versicherers zu erwarten. Die Welt des Fliegens kann aber nicht nur aus der Cockpit-Perspektive heraus begangen werden, die Flugzeugtechnik und - Entwicklung, das Abwickeln der Flüge vom Boden aus (nicht jedoch Fluglotse!) bieten vielfältigste Möglichkeiten für einen interessierten Berufsanfänger. Wenn Du jedoch die "Freiheit über den Wolken" unbedingt persönlich erleben willst, wäre z.B. Zweimann-Segelflug eine Möglichkeit für Dich?

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen. Mit freundlichen Grüßen, Anette


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