Re: Re: Aufklärung der "gesunden" Gesellschaft

Julia Höhe @, Monday, 09.10.2006, 09:13 (vor 7257 Tagen) @ AJulia Höhe

[zitat=Franzi]hi!
ich finde das super toll, wichtig und richtig, was du schreibst und vor allen dingen klasse und mutig, dass du den mund aufmachst, nur wie willst du das machen?
das problem ist einfach, wenn man gesund ist, will man doch nichts von krankheiten hören, oder? hätte ich keine epi oder mein bruder damals nie einen einmaligen anfall gehabt, würde ich das glaub ich auch von mir wegschieben wollen, niemand will krank sein, wenn man das ganze nicht als krankheit sondern als "partner" darstellen könnte, bzw. sogar so damit umgehen kann, dann wäre es vielleicht sogar ein leichtes leute dazu zu bewegen auf einen epi-tag zu kommen.. herzliche grüße franzi [/zitat]


Hallo Franzi,
ja ich weiß es ist super schwer. Doch gleichzeitig ist es auch super traurig dass die gesunde
Bevölkerung von Epilepsie nichts wissen will. Gesude Leute denken immer sie bleiben gesund.
Doch auch sie sind vor Epilepsie nicht sicher. Sie könnten genausogut durch einen Autounfall einen epileptischen Anfall bekommen. Danach ist das Geschrei groß, was ist das?, höre ich die Leute fragen. Bin ich jetzt tot krank? Im Laufe ihrer Krankheit bekommen auch sie dann zu spüren, wie man ausgegrenzt wird aus der Gesellschaft. Davor wussten sie nichts.Doch wenn man es dann mal selber spürt, als ehemaliger Gesunder --dann sollen einem die anderen bemitleiden oder, wie??? Warum sollte es denen anderst gehen als uns langjährigen Betroffenen?

Doch wüsste die gesunde Bevölkerung darüber mehr, könnte man auch bessere Vorsorge betreiben. Man könnte geziehlter behandeln und wer weiß, vielleicht würde der ein oder andere Arzttermin vom Arbeitgeber besser akzeptiert.

Die Idee Epilepsie der Bevölkerung als Partner zu vermitteln, finde ich übrigens super, von dir.
In den Medien hört man zur Zeit, vom Sport (z. B. Schumi in der Formel 1, Klinsmann-Fussball, Nationalmannschaft-Fussball..), dass sie Schulen besuchen, sich für soziale Projekte arangieren. Da könnte sich die Deutsche Epilepsievereinigung doch auch mit einbinden.
Ich werd der DE auf jeden Fall man schreiben und dort meinen Vorschlag bekantgeben.
Vom Mund halten, wirds auf jeden Fall nicht besser.

Gruß Julia


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