Keppra

Daniela @, Saturday, 21.10.2006, 15:18 (vor 7244 Tagen) @ jessika

Hallo Maggie,
ich habe ja schon geschrieben, dass die Umstellung sehr langwierig war, sie dauerte insgesamt 4 Monate. In dieser Zeit war auch mein Mann manchmal nicht wiederzuerkennen (sehr gereizt, bis hin zu extremen - für mich bis dato völlig ungewohnten - Aggressionsausbrüchen). Wir haben diese Zeit überbrückt, indem er sofort den Raum verlassen hat, wenn er merkte, dass er diese Wut bekommt und ich habe mich daran gewöhnt, aber wir haben hinterher immer darüber gesprochen. Es ist fraglich, ob das auch mit Deinen Sohn so zu lösen ist. Inzwischen, also seit der vollständigen Ausschleichung des Ergenyl im Oktober letzten Jahres, hat er nur noch selten solche Anwandlungen, aber die aggressive Grundstimmung kommt schon häufig durch, besonders wenn irgendetwas nicht so klappt, wie er es will. Da wir seit Dezember letzten Jahres auch Eltern sind, reißt er sich wirklich sehr zusammen und ich lasse ihn dann auch gehen, wenn ich merke, dass er entnervt ist.
Wir haben festgestellt, dass die Einnahme von Keppra nur dann einen Sinn macht, wenn er einen wirklich konstant strukturierten Tagesablauf hat, soll heißen, regelmäßige Einnahme alle 12 Stunden (er nimmt auch 2x1000) und einen sehr stetigen Tag-/Nachtrhythmus. Das war eine ziemliche Umstellung, da das Ergenyl langzeitwirkend war und er auch mal ein oder zwei Tage ohne auskam. Bei Keppra kommt schon nach einer Auslassung mit ziemlicher Sicherheit ein Anfall.
Bist Du oder Dein Mann Epileptiker? Woher kommt das bei Eurem Sohn? Ich mache mir schon auch Sorgen, ob das bei unserem Kind irgendwann Thema wird. Ich hoffe nicht, denn die Anfälle meines Mannes sind manschmal schon auch Furcht einflößend. Wie äußern sich die Anfälle bei Eurem Sohn und wann sind sie zum ersten Mal aufgetreten?


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