Re: "ein problem sein"

Regina Steinert @, Sunday, 29.10.2006, 17:13 (vor 7236 Tagen) @ pinolino

[zitat=pinolino]tja hallo auch,ich gehe jetzt seit kurzem wieder in die schule und versuche meinen quali nachzuholen,dort hatte ich schon zwei GM anfälle und jetzt sagen die lehrkräfte das ich ein problem wegen der krankheit bin, ich fühle mich nicht gut dabei mich als problem zu sehen und ich habe angst das sie mich aus der schule werfen, wegen der krankheit. dabei habe ich mich so angestrengt, habe ein refertat über die krankheit gehalten, damit sich meine mitschüler und lehrkräfte ein bild davon machen können und vielleicht auch etwas ruhiger darauf reagieren können, aber irgendwie bin ich damit auf totale ablehnung gestoßen, schade...alle tun so als gäbe es die krankheit nicht und ich fühle mich richtig ausgestoßen. kennt von euch jemandf das gefühl?

Hallo, Pinolino!

Leider geht es vielen noch heute sehr häufig mit dieser Krankheit so. Es ist jedenfalls sehr mutig von Dir, dass Du ein Referat darüber gehalten hast. Aber endgültig wird es nie zu einer Akzeptanz dieser Krankheit kommen, weil unsere "lieben" Mitmenschen meinen, dass sie diejenigen seien, die etwas von der Krankheit wüssten und nicht die Betroffenen selbst. Im 19. Jahrhundert hat es einen Epilepsie kranken Papst gegeben, der zunächst wegen seiner Krankheit in seiner Vor-Laufbahn vom Vatikan von der Liste sgestrichen wurde. Bis in die 80-er Jahre des 20. Jahrhunderts durften Männer mit Epilepsie in der katholischen Kirche nicht Priester werden. Papst Pius IX., der Epilepsie seit seiner Kindheit hatte und die im Laufe seiner Jugend dann auf einmal nicht mehr auftrat, war dann auch der Papst mit dem bisher (1846 - 1878) längsten Pontifikat und wurde 85 Jahre alt.
Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute für Deinen weiteren Weg mit dieser Krankheit. Das Internet wird Dir dafür eine große Hilfe sein (Austausch mit Betroffenen, z. B.).

Liebe Grüße,

Regina


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