Re: "ein problem sein"

Kati @, Monday, 30.10.2006, 13:27 (vor 7235 Tagen) @ pinolino

Hi Pinolino,

dein Bericht hat mich sehr betroffen, denn ich bin selbst Lehrerin und leide selbst an Epi. Um so schlimmer finde ich es, dass ein Kollege trotz deines Referats - das dir sicher nicht leicht gefallen ist - eine derartig ignorante Reaktion zeigt. Das erinnert mich ein wenig an eine Situation, als wir Lehrer eine Erst-Hilfe-Fortbildung hatten. Als das Thema Epi dran kam, ließ eine Kollegin ebenfalls völlig unverblümt verlauten, dass ein GM ja wohl das Allerletze sei und sie SO ETWAS bloß nichterleben möchte. Sie wusste nicht, dass ihr das mit mir schneller widerfahren könnte als sie sich das vorstellen kann. Was ich damit sagen will: Triffst du mit dieser Krankheit auf solche Leute, dann "bist du ein Problem" und zwar für diese Personen, denn sie ängstigen sich und fühlen sich völlig überfordert. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass zwar viele Menschen diese Angst verspüren, aber noch lange nicht alle dermaßen unangemessen reagieren. Sicher gibt es auch an deiner Schule "erwachsene" Lehrer. Bei uns an der Schule gibt es mehr Kollegen, die mir wirklich zur Seite stehen, inkl. Direktor. Hör dich mal um! Suche dir die echten Pädagogen unter deinen Lehrern heraus. Die gibt es sicher auch an deiner Schule und schau dann, dass sie dich unterstützen. Vielleicht kannst du ja auch die Klasse wechseln. Übrigens, das stimmt, wenn du deine Pflichtschulzeit noch nicht erfüllt hast (10 Jahre), dann muss man dich unterrichten. Wenn du allerdings den Quali nachholst, könntest du evtl. schon drüber liegen?!?!

Ich wünsche dir weiterhin so viel Mut!!!!

Kati


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