Re: Kinder-Epilepsie/ Chancen der Heilung

sirius @, Wednesday, 20.06.2007, 19:07 (vor 7002 Tagen) @ Denise

[zitat=Denise]Hallo an alle,

wir haben vor gut einem Monat die Diagnose Kinder-Epilepsie für unseren 7 Monate alten Sohn bekommen. Nach einer Hirnhautentzündung hat er plötzlich starke Anfälle bekommen. Erst waren es zwar nur kurze 'Aussetzer' aber diese verschlimmerten sich dann zu starken Krampfanfällen. In einem 24h Not EEG stellte man fest, dass er innerhalb der paar Stunden 5 sichtbare und 3 nicht sichtbare (im Schlaf) Anfälle gehabt hat. Die Diagnose dann: Epilepsie.

Aufgrund der Schwere der Anfälle verschrieb uns der Neurologe Ergenyl Chronoshere 100. Das muss der Kleine nun täglich 2 mal nehmen. Seither ist er auch anfallsfrei. Jedoch fallen uns langsam immer mehr Nebenwirkungen auf. Er ist total schläfrig. Kann sich gerade so eine Stunde wach halten und dann wird er mit einem male schlecht gelaunt und ist total müde und schläft dann auch. Wir können uns gar nicht so recht an ihm erfreuen, da er ständig müde ist und damit auch schlecht drauf.
Mittlerweile plagt ihn seit 2 Wochen ein starker Durchfall (wässrig, schleimig, übel riechend) und ich weiss nicht wie ich das in den Griff bekommen soll. Da ich noch stille und er auch keine Flasche oder einen Trinklerbecher nimmt, habe ich Angst, dass er nicht genug Flüssigkeit bekommt.
Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass er Kopfweh hat. Er streicht sich über sein Köpfchen und schüttelt ihn. Er schaut dann immer total verwirrt und fertig aus.
Außerdem ist die Tagträumerei und das stieren echt angestiegen. Er träumt manchmal ewig vor sich her und dann ist er irgendwie komisch wenn er wieder zu sich kommt.

Hat denn jemand Erfahrung mit so kleinen Epileptikern? Gibt es schon positive Erlebnisse der Heilung und wie lang hat das gedauert? Und hat vielleicht jemand einen Tip/ erfahrungen bezüglich dem Medikament?

Wir hoffen so, daß der Kleine nicht sein Leben lang solch eine Krankheit mit sich herum schleppt und Medikamente nehmen muss.

Bitte helft mir, ich komme irgendwie nicht mit der Diagnose zurecht. [/zitat]

Meine Neurologin sagt immer man müsse Nebenwirkungwen nur begrenzt hinnehmen. Wenn sie inakzeptabel sind, wird das Medikament gewechselt. Wesensveränderungen sind inakzeptabel! Es gibt so viele Medis und es ist nun einmal so, daß nicht jeder Körper gleich reagiert. Manche verschlechtern sogar das Krankheitsbild bei dem einen, ein anderer schwört darauf. Ob dein Neurologe bei seinem eigenen Kind auch so reagieren würde? Zur Not such dir nen anderen Neurologen!
Meine Neurologin sagt auch immer das niemand mein Kind so gut kennt wie ich und das daher meine Beobachtungen enorm wichtig bei der Behandlung bzw Medikamenteneinstellung sind. Setz Dich durch und hoffentlich findet ihr bald das richtige....


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