Re: Re: valproat bei Kindern
Hallo Tanja,
ich bin selbst Epileptikerin und meine Töchter haben ebenfalls Epilepsie. Mir geht es da wie Anton - für meine Kinder suchte ich solange bis ich die richtigen "Spezies" gefunden hatte. Aber ich denke das versucht jede Mutter und aus deinem Beitrag lese ich ja auch, das du bereits bei einer Kinderepileptologin in Behandlung bist. Also bestens versorgt. Uns wurde immer wieder gesagt, das Valproat bei fast allen Epi-arten das Mittel der ersten Wahl ist - wegen seiner guten Verträglichkeit und der Breite die es abdeckt. Obwohl es ein Medi der älteren Generation ist. Auch meine älteste Tochter hat es damals bekommen, so wie ich selbst jahrelang damit anfallsfrei war. Nachdem sich bei mir Leberschwierigkeiten zeigten und auch meine älteste Probleme mit der Leber noch Jahre nach der Einnahme von Valproat hatte wurde bei uns der Verdacht laut das nicht nur die Epi genetisch vererbt wurde sondern auch das Leberproblem, sodas meiner Jüngsten erst gar kein Valproat sondern Keppra gegeben wurde. Aber ohne dieses familiäre Leberding hätte auch sie Valproat bekommen und auch wir sind in einem Epilepsiezentrum in Behandlung. In der Uniklinik Freiburg. Natürlich gibt es Valproat in den unterschiedlichsten Medikationsformen, will sagen ich denke auch die drum rum Stoffe von dem Medi müssen ja noch vertragen werden und jeder verträgt ein Medi sowieso anders. Was bei diesem Wirkstoff insbesondere bei Kindern in der Eindosierungsphase sehr wichtig ist (und das kannst du imm Internet nachlesen wenn du Valproat = Valproinsäure bei Google eingibst) achtet auf die Leberwerte! Ansonsten hat es prozentual eine sehr gute Wirksamkeitsrate im Verhältnis zu sehr geringen Nebenwirkungen. Allerdings hat auch das Keppra bei meiner Jüngsten einen sehr guten Erfolg und sie hat bisher(sie nimmt es jetzt ein halbes Jahr) kaum bis keine Nebenwirkungen. Allerdings kommt sie bisher auch mit einer sehr geringen Dosis klar, obwohl sie eine idiopathisch generalisierte und eine fokale Epi im linken Temporallappen hat.
Eure Tochter noch ein Jahr aus der Schule rauszunehmen kann nicht schaden. Meine Kids habe ich auch spät einschulen lassen, obwohl sie vom intelligenten längst soweit gewesen wären, aber das Jahr soziale Reife hat ihnen geholfen mit ihren gesundheitlichen Handicaps besser, selbstsicherer klar zu kommen.
Auf alle Fälle wenn Euch was komisch vorkommt lasst nicht locker und geht den Ärzten auf den Keks - Mutterinstikt ist unbezahlbar!
Alles Gute und liebe Grüße Cordula
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- valproat bei Kindern -
Tanja,
03.12.2007, 12:08
- Re: valproat bei Kindern - Anton, 03.12.2007, 12:23
- Re: Re: valproat bei Kindern - cokie, 03.12.2007, 14:24
- Re: valproat bei Kindern -
sylke,
04.12.2007, 07:33
- Re: Re: valproat bei Kindern - Tanja, 09.12.2007, 22:17
- Re: valproat bei Kindern - sandra, 10.12.2007, 12:25