Re: Keppra erfahrung

Anton @, Thursday, 13.03.2008, 20:10 (vor 6734 Tagen) @ Püppy

Hallo,
schade, dass du so verunsichert bist, mir tut das leid, aber ich kenne es aus eigener Erfahrung. Da gibt es dann Tage, an denen alles auf einen zukommt, fast nur Negatives, und dann ist man "fertig".
Keppra ist noch gar nicht so lange auf dem Markt. Ich nehme es seit zwei Jahren in der Retardforum und habe im Vergleich zu früheren Tabletten nur gute Erfahrungen mit diesem Mittel gemacht. An Nebenwirkungen, die auch auf dem Beipackzettel stehen, treten bei mir auf: 1)Feinseligkeit, wenn ich mich nicht selbst beobachte, geht das ins Uferlose; 2) Es entsteht Schwäche und Müdigkeit.
Aber wie gesagt, im Vergleich zu anderen Mitteln hat mir dieses Medikament sehr geholfen. Mich hat es auch anfallsfrei gemacht und die Nebenwirkungen sind nicht so gravierend wie die anderer Medikamente. Das Mittel soll für Frauen der Verhütung wegen interessant sein. Was Blutserum-Kontrollen angeht, sollen sie gar nicht unbedingt nötig sein, dass steht in den Ärztemitteilungen. Ich habe bei mir letztens aber auch messen lassen. Einmal im Quartal wird diese Blutkontrolle von der Krankenkasse bezahlt, wenn der Patient Schwierigkeiten hat oder in der Einschleichphase auch öfter. Da liegt es dann wieder an der medizinischen Indikation, die nur der Arzt stellen kann. Um Infos zu allen möglichen Medikamenten und Wirkstoffen gegen Epilepsie zu erhalten, gehe ich gerne auf folgende Seite: www.epilepsie-netz.de, dann auf "Epilepsie-Ratgeber" und dann auf "Antiepileptische Medikamente", der Wirkstoff von Keppra ist "Levetiracetam".
Zum Medikamentenabbau bei Anfallsfreiheit ist mir gesagt worden, dass das ca. 3 Jahre dauern soll. Ich stimme alle Änderungen grundsätzlich zuvor mit meinem Neurologen ab.
Dir wünsche ich gute Besserung und viele unbeschwerte Momente.
Herzliche Grüße
Anton


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