Re: Mein Mann wills nicht wahrhaben

Bettina @, Monday, 07.07.2008, 20:04 (vor 6618 Tagen) @ hubsi

Hi,
also: zwingen kann man keinen Mensch, sich medizinisch behandeln zu lassen. Und ich glaube auch nicht, daß das Miterleben von Anfällen Deinen Kindern schadet, wenn sie aufgeklärt sind.
Aber das extreme Abwehrverhalten Deines Mannes ist ätzend, Phobien hin oder her. Mir fielen nur auf die Schnelle folgende Reaktionsmöglichkeiten ein:
a) mit dem behandelnden Arzt sprechen, denn es geht nicht nur um Deinen Mann, sondern Euer Familienleben. Offen alle Punkte ansprechen. Ich finde, ab einem gewissen Punkt hört Rücksichtnahme (Deinem Mann gegenüber) auf.
b) Familien - bzw. Eheberatungsstellen kontaktieren. Eventuell um eine telefonische Erstberatung bitten. Nicht um Ehekonflikte zu besprechen, sondern um sich von einer neutralen Person Hilfestellung zu holen. Caritas und Diakonie bieten in aller Regel gute Anlaufstellen.
c) ein radikaler Gedanke: Pistole auf die Brust setzen. Deinem Mann gegenüber eine Frist setzen (und einhalten), bis wann er sein Krankheits-Verhalten ändert. Und dabei Deine Belastungen durch sein Verhalten aufzeigen, erklären, wie es Dir damit geht. Normalerweise ist das bei Suchtkranken hilfreich, aber ich wurde bei Deiner Schilderung sofort an Alkoholiker erinnert, die auch immer alle Krankheitseinsicht mega-weit von sich weisen (krank sind nur die anderen).
Alles Gute,
Bettina


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