Re: Absencenepilepsie mit hyperkinetischem Syndrom

'Leben mit Epilepsie' ⌂ @, Wednesday, 03.09.2008, 05:36 (vor 6560 Tagen) @ Natalie Münch

Hallo Natalie,

ist dein Kind auf ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) oder ADHS (mit Hyperaktivität) getestet worden.

Orfiril (Valproat/Valproinsäure) kann als Nebenwirkung Agressivität und auch andererseits sehr müde machen.

Bevor du deinem Kind ein Antidepressiva gibst/geben läßt, solltest du dich erst einmal richtig über ADS/ADHS informieren.

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Haeufige_Probleme/s_1129.html

http://www.adhs-deutschland.de/content.php?abt_ID=1&site_ID=4&S_ID=jp3vk6mrm9i2q4n2mev4q9peciohcc7p

Einen Kinderarzt mit der Zusatzausbildung Epileptologe aufsuchen um die Nebenwirkungen von Orfiril zu besprechen und ob dein Kind überhaupt ADHS hat, wäre sehr wichtig.

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR EPILEPTOLOGIE e.V. (DGfE)

Epileptologische Schwerpunktpraxen

http://www.dgfe.info/spp/sppbrd.php

Ambulanzen für Kinder und Jugendliche

http://www.dgfe.info/ambulanzen/ambzbrd_k.php

-- Strattera --
Strattera ist der Handelsname eines Präparates mit dem Wirkstoff Atomoxetin. Atomoxetin weist einen vollkommen anderen Wirkmechanismus als Methylphenidat auf und ist seit März 2005 in Deutschland erhältlich. Es agiert präsynaptisch als hochselektiver Noradrenalin-Reuptake-Hemmer. In der Folge steigt die Noradrenalin-Konzentration im synaptischen Spalt wieder an. In zahlreichen plazebokontrollierten Doppelblindstudien zeigte sich Strattera mit Methylphenidatprodukten vergleichbar. Die Responderrate lag bei rund 80 Prozent.

Atomoxitin ist eigentlich ein Wirkstoff, der in der Behandlung von Depressionen eingesetzt wird. Von daher sind stimmungsaufhellende Effekte und auch eine angstlösende Wirkung zu erwarten.

An unerwünschten Nebenwirkungen wurden bei Strattera (Atomoxetin) abdominelle Beschwerden, verminderter Appetit, Mundtrockenheit und Kopfschmerzen registriert. Diese klingen jedoch im weiteren Handlungsverlauf ab. Um die Nebenwirkungen zu minimieren wird mit einer niedrigen Startdosis begonnen und nach einer Woche die Erhaltungsdosis eingeführt. Für Kinder unter 70 kg Körpergewicht beträgt die Startdosis bei Strattera 0,5 mg/kg und die Erhaltungsdosis liegt bei 1,2 mg/kg täglich.

Weiterhin sollten Längenwachstum und Entwicklung beobachtet werden. Bei nicht ausreichendem Wachstum kann eine Dosisreduktion bzw. Therapieunterbrechung in Betracht kommen. Keine Anwendung des Medikamentes sollte bei Leberschädigungen erfolgen.

Da auch Orfiril stimmungsaufhellend ist könnte die Agression auch dadurch kommen - zusätzlich einen weiteren Stimmungsaufheller könnte dann auch die Agressionen verschlimmern.

Im epilepsie-netz-forum findest du einige Eltern mit Kindern, die Epilepsie und evtl. ADHS haben.

gebe unter dem folgenden LINK

adhs

ein:

http://forum.epilepsie-netz.de/index.php?action=search2

Liebe Grüße

Ragnar


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