Re: Angst

Katja @, Wednesday, 07.01.2009, 02:18 (vor 6434 Tagen) @ Minusch

[zitat=Minusch]Hallo zämä

ich bin seit fast 1/2 Jahr mit meinem Freund zusammen. Er hat mir seit anfangs gesagt, dass er Epil.ist, dass er aber seit 12Jahren keinen Anfall mehr hatte (ausser 1x als im die Ärzt gesagt haben, er soll sein Medikament absezten, da hatter er einen Krampfanfall nach ca. 4 Monate. Seit diesem Vorfall nimmt er nun die Medikamente wieder)Nun hat er vor ca. 2 Monaten bei mir zu Hause einen Krampfanfall gehabt. Er hatte 40Grad Fieber und die Ärzte sagen, dass es etwa wegen dem Fieber sei. Denoch habe ich extrem grosse Angst. Vorher habe ich am liebsten jede freie Minute mit ihm verbracht, in den letzten Tagen habe ich es ab und zu fast genossen, wenn ich mal wieder Zeit für mich ohne ihn hatte. wenn ich mit ihm alleine zusammen bin, habe ich immer eine Angst in mir, dass es wieder passieren könnte. Dies ist streng und daher geniesse ich die Zeit ohne ihn (keine Verantwortung). ich habe ein sehr schlechtes Gewissen, ich habe ihn gerne und versuche sehr all das zu vergessen, aber es gelingt mir nicht sehr gut... wer hat änhliche Erfahrung gemacht und kann mir weiterhelfen. Was soll ich machen. Über die Krankheit habe ich mich inzwischen schlau gemacht und auch kann ich sehr gut mit meinem Freund über meine Angst reden, er versteht mich sogar. Wieso geht diese Angst nicht weg.... ich habe Angst, dass wenn ich wieder alleine mit ihm bin und er einen Krampfanfall hat, dass ich dann evt nicht helfen kann und er dann evt sogar Folgeschäden hat... (seine starren Blick, seine wie fast toten Augen, seine Geräsuche welcher er wärend dem Anfall von sich gab; diesr Anblick kann ich einfach nicht vergessen)Merci für eure Hilfen. [/zitat]

Hallo Minusch,
ich habe die Diagnose Epil. erst seit vorigem Jahr. Mein Lebensgefährte hat einen Grand Mal Anfall miterlebt, also einen heftigen Anfall. Er dachte, ich sterbe. Dennoch steht er mir bei, hat zwar Angst vor einem neuen Anfall aber er hat sich informiert, weiß, was in diesem Moment zu tun ist und hat auch mit meinem Arzt gesprochen, wie lange er warten kann, bis er die 112 wählen sollte. Wir gehen sehr offen damit um. Und genau das ist wohl das wichtigste. Ich bin genau der selbe Mensch geblieben wie vor meiner Diagnose auch. Meine Umwelt soll wissen, dass ich Epi habe, damit sie im Fall der Fälle nicht schockiert sind und die Ruhe bewahren. Bis heute hat sich keiner deshalb von mir abgewandt. Also, wenn Du ihn liebst, dann mach Dich doch schlau über die Krankheit, über Maßnahmen, die zu ergreifen sind, wenn er einen Anfall bekommt und dann lebt einfach damit. Es ist doch gar nicht so dramatisch. Oftmals sieht es schlimmer aus, als es ist. Pass nur auf, dass er sich nirgends stößt oder weh tut und dass du ihn, wenn möglich, in die stabile Seitenlage legst, damit er bei Erbrechen weiter Luft bekommt. Wenn der Anfall vorbei ist, dann solltest Du für ihn da sein und ganz normal mit ihm umgehen. Bedenke, dass er selbst die Situation kennt und er sich wahrscheinlich mehr Gedanken darum macht, wie es dir im Falle eines Krampfanfalls seinerseits geht. Lebt und genießt eure Zeit. Man sollte nicht für die Krankheit sondern mit der Krankheit leben.
Liebe Grüße und Euch beiden die besten Wünsche!
Katja


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