Burn out
Hallo Johnny,
du erinnerst mich an meinen Kollegen,
Ich lernte ihn im August 2007 kennen. Er machte (fast) alle Arbeiten lieber selber oder schaute zumindest nochmal drüber ("besser ist das..."). Er machte so gut wie alle Telefonate, schrieb alle Protokolle und Dokumentationen etc.
Im März 2008 kam er ins Büro, war fix und fertig, fing an zu weinen und sagte "ich kann nicht mehr, ich geh nach Hause und weiß nicht, wann ich wiederkomme."
Im Dezember 2008 ging er in Reha, fing dann im Frühjahr wieder an zu arbeiten (in einem anderen Bereich - und nicht mehr als Bereichsleiter) Als er mir mal im Gespräch sagte, dass er bei der neuen Stelle zum Teil wieder Schweißattacken und leichte Panikanfälle bekäm, riet ich ihm, dass er auf sein Inneres hören sollte. Wenn er (noch) nicht könnte, dann könnte er eben noch nicht. Er sollte da nicht an unseren Chef oder an die Kollegen denken, sondern ganz alleine an sich.
In der nächsten Woche hörte ich, dass er krank geschrieben ist.
Ein viertel Jahr später fing er wieder in einem anderen Bereich an zu arbeiten (vor etwa einem Jahr). Diese Arbeit macht ihm Spaß, er trägt nur die nötige Verantwortung.
Ich kann dir nur dasselbe sagen, was ich meinem Kollegen gesagt habe:
"Johnny, höre auf dein Inneres. Es gibt andere, die die Arbeit auch machen können! Mach dich nicht kaputt! Und vor allem: Lass dich nicht von deiner Arbeit kaputt machen!"
Alles Gute & viele liebe Grüße
Mondenkind
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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
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