"Wurschtigkeitsgefühl"
Hallo Podi,
ich kenne dieses Gefühl nicht im Bezug auf Alltag oder Dinge und Tätigkeiten, die man relativ schnell erledigen kann, sondern bei etwas "langfristigeren Angelegenheiten." Nach einer bestimmten Zeit lässt bei mir die Lust irgendwas weiter zu machen einfach nach.
Ich habe es aber nie mit Epilepsie in Verbindung gebracht, habe immer gedacht, "ich bin einfach so".
Mir fällt ein, dass ich auch bei Dingen, die sehr wichtig in meinem Leben waren, meistens zwei "Anläufe" gebraucht habe, um sie zu vollenden. Beim Führeschein musste ich zweimal anfangen, beim ersten Mal hatte ich nämlich irgendwann keine Lust mehr. Ebenfalls bei meinem Studium. Mein Ehrgeiz und Wille haben nachgelassen, und mit 26 wollte ich unbedingt ein Kind haben. Es ist passiert und grad anschliessend ein zweites. Mit 29 habe ich es bereut, das Studium nicht abgeschlossen zu haben, und musste dies mit zwei kleinen Kindern hinkriegen. Dabei hat mir vorher so wenig gefehlt...
In einer ähnlichen Situation bin ich auch jetzt - ich habe keine Lust mehr, meinen Job weiter zu machen. Dieses Gefühl habe ich schon seit ein paar Monaten. Ich habe vor, mich im Frühling für weitere Kurse an der Uni einzuschreiben (soweit es gesundheitlich geht), um die Kurse, die ich nach dem Abschluss noch machen wollte, endlich zu machen, und dann beruflich noch ein bisschen anderen Weg einschlagen...
So geht es immer mit mir. Meinst Du, es liegt an der Epilepsie? Ich glaube, es liegt an mir...
LG
tanguera
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Jubeln, lachen, tanzen - Der einzige Weg um sich zu retten.
(Alfred Selacher, (*1945), Schweizer Lebenskünstler)
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podi,
14.01.2011, 10:09
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