Fragen einer Schwester

Mondenkind, Monday, 24.01.2011, 10:03 (vor 5685 Tagen) @ Ein besorgter Mensch

Hallo große Schwester,

du hast dich so genannt, wie du dich in dem Moment gefühlt hast... (sollte ja auch kein Vorwurf sein, aber ich denke, das hast du erkannt?)

Beratungsstellen gibt es leider (noch) nicht bundesweit, Bayern ist da auf dem Vormarsch, die anderen Bundesländer hinken da so ein bisschen hinterher, ich weiß noch von Berlin und Hannover...

Ich wohne seit über 11 Jahren nicht mehr zu Hause (also bei meinen Eltern).

1996 sind meine Anfälle aufgetreten, da war ich 18, mir war aber klar, dass ich studieren möchte und auch, dass das nicht an der nächsten Uni sein soll (hätte ich über eine Stunde mit dem Bus hinfahren müssen und ich wollte einfach raus...).
1999 bin ich dann umgezogen, mit den Anfälle gab es zu dem Zeitpunkt keine Probleme.
Ich zog in eine 2er-WG, jedoch sah ich meinem Mitbewohner nicht viel, 2000 zog ich dann mit meiner Freundin zusammen. Sie wusste von meiner Epilepsie und hatte auch schon ein, zwei Anfälle gesehen.

Nach etwa 3 Jahren war sie fertig mit dem Studium und zog weg, ich bekam eine neue Mitbewohnerin. Mit ihr kam ich nicht so gut klar (was nicht an der Epi lag; sie war einfach anders, hatte andere Einstellungen und Meinungen, na ja, es war eben anders...), ich war dann im Frühjahr 2005 fertig mit meinem Studium und zog dann mit Freund (und jetzt Mann) zusammen.

Ich habe also eigentlich nie so wirklich alleine gelebt, und doch selbständig. Klar, fanden es meine Eltern (gerade meine Mutter) schwer und ich denke, sie hatte auch Bedenken, ob das alles gut geht, aber ich habe es ja geschafft, habe zwar etwas länger fürs Studium gebraucht, aber das brauchen auch "gesunde" Studenten.

LG
Mondenkind

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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)


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