Enttäuscht

tanguera, Schweiz, Friday, 11.02.2011, 17:27 (vor 5667 Tagen)
bearbeitet von tanguera, Friday, 11.02.2011, 17:32

Hallo zusammen,

ich hatte heute einen Termin in einer Epiklinik und kam recht enttäuscht nach Hause.
Nach einem zweistündigen fast "Verhör" komme ich mir wie eine Simulantin vor.

Mein Neurologe hat mich dorthin überwiesen, weil er besorgt um mich war, und meine EEGs seiner Meinung nach schlecht waren. Na ja, und heute nach einem Jahr, das ich in Behandlung bin, war mein EEG zu ersten Mal ohne Befund.

Darauf hin bekam ich auch zu hören, dass sie auch das von dem Neurologen als Beispiel zugesandte EEG nicht so tragisch finden. Auf meine Frage, was das heisst, und was sie dort eben sehen, oder was sie nicht für so tragisch halten, bekam ich keine vernünftige Antwort.
Ich brauche keine schlechten EEGs und keine Epilepsiediagnose, am liebsten würde ich meine Medikammente von heute auf morgen in den Abfallkübel werfen.

Als ich gefragt habe, ob es nicht so ist, dass in der Zeit, in der ich auf Termin in der Klinik gewartet habe (2 Monate), diese Besserung auftreten konnte (die Dosis wurde erhöht), bekam ich widerum keine vernünftige Antwort.(obwohl von dem Befinden her fühle ich mich nicht besser). Es wurde mir ständig ausgewichen.

Es kann doch nicht sein, dass da nichts ist, wenn ich im Laufe des letzten Jahres ungefähr 6 EEGs (inkl Schlafentzung EEG) hatte, und ALLE epileptische Zacken aufgezeigt haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gerät bei diesem ganz gewöhnlichen Neurologen so dermassen kaputt ist.

Die junge Assistenzärztin hat mir sogar gesagt, dass meine Beschreibungen nichts Genaueres ergeben, da ich mein Bewusstein nie ganz verloren hätte...
Sie hat auf mich gedrängt ihr genau zu sagen, z.B.wie lange ich nach Aufwachen aus dem Schlaf meine Zustände der Verwirrheit habe. Woher soll ich das bitte wissen? Ich weiss doch nicht, wann es angefangen hat, wenn ich verwirrt bin...
Ich hatte immer wieder ein ungutes Gefühl, als möchte sie mich bei irgendetwas ertappen...

Also Leute, nehmt mir bitte diesen schwarzen Humor nicht übel, aber ich muss jetzt wohl auf einen GM hoffen, dass sich jemand vernüftig mit mir unterhält.

Grüsse

tanguera

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Jubeln, lachen, tanzen - Der einzige Weg um sich zu retten.
(Alfred Selacher, (*1945), Schweizer Lebenskünstler)


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