Erst depressiv, jetzt 54 und als Epileptikerin erkannt
Hallo!
Ich habe erst vor 3 Monaten den Verdacht geschöpft, ich könnte eventuell einen epileptischen Anfall gehabt haben und inzwischen gehen Neurologe und Hausärztin davon aus, obwohl EEG und MRT normal waren. Vor drei Monaten habe ich erlebt, dass ich so ein Warngefühl (Kribbeln, leichte Übelkeit, Gefühl von "gleich wirst du ohnmächtig") bekommen habe, dann fing ich an zu zittern, dann war ich weg. Als ich wieder zu mir kam, lagen Tasse, Aschenbecher und andere Sachen vor mir auf dem Boden. Dabei war niemand. Danach war ich müde und bin ins Bett. Die Müdigkeit hielt noch Tage an und Kopfschmerzen und so ein steifes Nackengefühl hatte ich auch.
Zitteranfälle mit Vorgefühl, aber ohne Bewußtseinsverlust hatte ich vorher und nachher schon öfter. Umgefallen bin ich auch vorher schon, aber ich dachte nicht, dass es eine solche Ursache hätte.
Jetzt bemerke ich einige Dinge, die auch dazu gehören könnten: Kribbeln, plötzliche Schmerzen oder Wärmegefühle im Nacken, Spannungen im Stirnbereich, Wahrnehmungen verschiedener Art, in den Beinen steif werden und so...
und ganz komisch: einmal war das Gefühl nur ein "Flattern" im Kopf... kann es sowas geben?
Vor ein paar Tagen kamen so Gefühle und ein Zittern im ganzen Körper ohne Vorwarnung, vielleicht weil ich über Kopf gearbeitet habe. Ich war ein bißchen benommen und schwach und musste mich gegen die Wand lehnen...
Im Nachhinein sieht es so aus, als hätte ich schon mit 28 erstmals Anfälle gehabt, die damals aber als Magen-Darm-Geschichte mit Übelkeit und Ohnmacht daherkamen, ohne dass ich dann aber krank gewesen wäre.
Medikamente nehme ich noch keine.
1.Ich stehe dem sehr kritisch gegenüber, weil ich 10Jahre mit psychisch Kranken gearbeitet habe und oft und oft erlebt habe, dass die Medikamente den Menschen noch zusätzlich Probleme machen, aber selten wirklich was bessern.
2. Im Moment kann ich mir Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Konzentrationsmängel und so nicht leisten. Ich bin selbständig, nicht genug versichert und wenn ich nicht arbeite, dann kann ich zugucken, wie sich die Schulden häufen. Ich muss mindestens noch weitermachen, bis eine geplante Umstrukturierung mir mehr Luft verschafft.
3. Ausschließen tue ich die Einnahme aber auch nicht ganz. ich will es mir nur erst gründlich überlegen können.
Gibt es hier sonst noch jemanden, der erst so spät feststellen musste, dass er eine Epilepsie hat?
Vorher war ich "nur" zeitweise depressiv - jetzt das...
Ich denke, Austausch könnte auf jeden Fall helfen.
Danke schon mal für die Aufmerksamkeit
und Grüße
Susanne
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Susa,
28.05.2011, 18:44
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30.05.2011, 15:14
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