Hilfe bei Lamotrigin...

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 09.09.2011, 09:40 (vor 5457 Tagen) @ jules181982

Hi!

Glückwunsch zum gesunden Kind!
Hier mal ne kleine Info(man muss recht weit runterscrollen) zum Thema Epilepsie, Antiepileptika und Schwangerschaft von der Charite: http://neurologie.med-network.de/patienteninfo/spezialambulanzen/epilepsien_cvk.html
Dort wird das Fehlbildungsrisiko als zwei bis dreimal höher, als in der "Normalbevölkerung" - ich hasse dieses Wort; ich assoziiere das irgendwie immer mit dem besch... Nazibild vom perfekten Menschen und dass wir damit minderwertig und abnormal wären - angegeben, aber geringer als 5%. Wobei das wohl je nach Antiepilleptikum ein wenig schwanken dürfte.

Ich hatte mit Lamotrigin auch die Probleme wie nächtliches Herzrasen, Auren - vielleicht waren's auch nur Kreislaufprobleme - fast non stop. Einmal, als es mir Nachts so schlecht ging, dass der Notarzt kommen musste, hat der gemeint, ich wäre auf einem radikalen Drogenentzug. Hatte mich am Anfang auch von meinem Arzt überreden lassen, abzuwarten, hab aber einige Wochen später dann auf eine Umstellung bestanden und den Neurologen gewechselt, weil's nicht im Geringsten besser wurde. Ich hab mich bei meinem Alten einfach nicht mehr ernst genommen gefühlt.
Ich hab immer den Eindruck, dass Lamotrigin entweder super hilft oder man die komplette Nebenwirkungspalette abbekommt. Von so einem Mittelding oder jemanden, bei dem anfänglich Nebenwirkungen auftreten und die dann schnell wieder abflauen hab ich bisher noch nicht gehört.

Wenn Du sagst, Du hattest seit 16 Jahren keinen epileptischen Anfall mehr, gibt es dann einen Grund - z.B. auffälliges EEG, weshalb die Antiepilleptika nach wie vor sinnvoll bei Dir wären? Bei mir lebt jemand in der Nähe, bei der gingen die Anfälle in der Jugend los und nach ca. 15 Jahren Anfallsfreiheit hat man dann bei ihr die Medikamente über zwei oder drei Jahre in kleinsten Dosen reduziert, damit kein Rückfall wegen des Entzuges eintreten. Zwischendrin haben sie immer wieder Pausen gemacht, um abzuwarten, ob Anfälle auftreten. Sie lebt damit seit - ich glaub vier oder fünf Jahre müssten es sein - anfallsfrei ohne Medis.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


gesamter Thread: