Wieder nicht geklappt
Hallo Sandra,
ich kann dich gut verstehen. Du bist fertig, weil sich die positive Phase nicht fortgesetzt hat. Habe es in dieser Forum lange selbst erlebt. Es macht kaputt und führt zu Depressionen. Die Unberechenbarkeit der Epilepsie wird bestätigt, sie ist hinterlistig, man kann nicht planen, es kommt immer wieder zu Enttäuschungen.
Ereignisse der Art, wie Du sie hattest, habe ich in der schlimmen Zeit „Reizfaktoren“ genannt. Wenn ich mir irgendwie diese Reize vom Hals schaffen konnte, ist es realisiert worden. Es war kein Freibrief, anfallsfrei zu bleiben, hat mir jedoch zeitweise den Rücken frei gehalten.
Gut, dass Du einen Rechtsanwalt zu Rate gezogen hast. Hoffentlich einen Fachanwalt, der im Arbeitsrecht fit ist. Noch besser wäre ein Anwalt, der seinen Spaß daran hat, den Arbeitgebern bei Unrecht die Leviten zu lesen. Wir stellen in Deinem speziellen Falle fest, dass Krankheit kein Kündigungsgrund ist. Es kommt allerdings darauf an, was Du beruflich machst. Du dürftest zum Beispiel in Gesundheitsberufen nicht arbeiten, sofern Kontakt zu Patienten besteht. Gleiches gilt für Kindergärten und Altenheime.
Ich rate in Deinem Fall dringend von einem Schwerbehindertenausweis ab. Dann tritt ein, dass Du Deinen „Arbeitstag“ nicht bei den Arbeitgebern, sondern auf den Ämtern verbringst. Als Schwerbehinderter einen Job zu bekommen, ist fast unmöglich, es ist ein Kunststück. Wer meint, die Firmen sind gesetzlich verpflichtet, Schwerbehinderte einzustellen, täuscht. Wir dürfen nicht vergessen, dass sie sich „freikaufen“ können und es auch machen. Wenn in den Stellenangeboten steht, „Bei gleicher Eignung werden Schwerbehindete bevorzugt“, erfolgt es nur, um einen sozialen Touch vorzutäuschen. Es ist leider nur zum Schein und entspricht nicht der Realität.
Du musst noch fast 35 Jahre arbeiten, wenn Du in dieser Zeit „Bettelgänge“ machen möchtest, ist der Ausweis das richtige Papier. Der Schwerbehindertenausweis würde nur einen Sinn machen, wenn Du verbeamtet oder im Öffentlichen Dienst tätig bist.
Oberste Priorität sollte die Gesundheit haben. Das Wichtigste wäre, die anfallsfreie Zeit fortzusetzen. Du solltest dich zuerst fragen, wie es zu den augenblicklichen Ereignissen gekommen sein könnte. Es gibt viele Möglichkeiten, sie solltest Du mit Deinem Arzt, besser Facharzt für Epileptologie, besprechen. Ich wünsche, dass sich die anfallsfreie Zeit bald wieder einstellt. Und wünsche dir gute Besserung.
Es grüßt dich herzlich
Anton
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Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Bitte wenden Sie sich an ihren Neurologen!
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sandra79,
27.01.2012, 11:50
- Wieder nicht geklappt - Mondenkind, 27.01.2012, 13:52
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Anton,
27.01.2012, 23:43
- Wieder nicht geklappt - Green, 27.01.2012, 23:55
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Musica,
28.01.2012, 08:51
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sandra79,
28.01.2012, 20:39
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Green,
28.01.2012, 20:52
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sandra79,
29.01.2012, 10:18
- Wieder nicht geklappt - Mondenkind, 29.01.2012, 12:05
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sandra79,
29.01.2012, 10:18
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Green,
28.01.2012, 20:52
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sandra79,
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