Lebensangst...

Andy1991, Thursday, 12.07.2012, 16:11 (vor 5149 Tagen)

Hi,
zuerst möchte ich mich kurz vorstellen, mein name ist Andy ich bin 21 Jahre alt und leide seit ich 17 bin an der Epilepsie. Und hatte in der zeit 6 Anfälle, 1 mit einem schweren Unfall.

Und mich macht das echt fertig, ich hab mir jetzt von meinem Neurologen befunde - die er aushändigen durfte, geben lassen da ich das vorhaben hatte mich operieren zu lassen.

In beiden Befunden (leider bekam ich nicht mehr, werde aber im krankenhaus und bei meinem Hausarzt nochmal anfragen) steht das ich eine idiopathische mit generalisierte Epilepsie habe. Und in einem Bericht steht noch etwas von einem Grand-Mal Anfall.

Darauf hin habe ich mal im Internet rumgeschaut um mich richtig zu Informieren. Und bin auch auf dieses Forum gestoßen, hab es ein bisschen durchsucht, und hab mich daraufhin gleich angemeldet.

Ich verstehe das nicht ganz mit der Generalisierten Epilepsie und den Grand-mal Anfällen, was habe ich nun? oder kommen die Grand-Mal Anfälle nur ab und zu dazu?

Und bei meinem 1. Anfall sagte der notarzt, auf die beschreibung von Arbeitskollegen das ich alle 3 Sympthome einer Epilepsie hatte, schaum vo dem mund, spasstische zuckungen und verkrampfungen (?) das macht mir schonmal sorgen...
Was ich aber noch dazu sagen muss, ich hab mich den ganzen Tag schon komisch gefühlt, war sehr verplant und ein bisschen orientierungslos, ich dachte es käme davon weil ich zu viel Kaffee getrunken hatte, und es kam noch dazu das ich dann komplett orientierungslos war, ich wollte etwas holen, war dann an dem ort an dem ich es holen wollte, und fragte mich nur: "was mache ich hier?" das ist mir 2x passiert dann wurde mir noch schwindelig...später, keine ahnung wie lang, ich habe auf jedenfall noch ein bisschen gearbeitet, wachte ich wieder auf und ein notarzt war da...und meine Kollegen haben mich angeschaut als wäre ich der Teufel...worauf ich hinaus wollte das ich spüre wenn ich einen anfall bekomme...

Nur bei meinem 2. Anfall, wo dabei steht das es ein Grand-Mal Anfall war, habe ich mich davor eigentlich ganz normal gefühlt, und bin zumal aufgewacht und es war wieder ein Notarzt da...

Bei meinem 3. und 4. Anfall die glaube ich 2 tage aufeinander folgten, war schon ein bisschen unwohlsein dabei aber ich dachte es war übermüdung oder so, bei dem 4. dachte ich das ich noch von dem 3. K.O. gewesen wäre...

Bei meinem 5. Anfall waren es wieder die ähnlichen sympthome wie beim 1., komisches gefühl, verplantheit/abwesenheit...

und jetzt kommt der Schlimmste der mir wirklich mein Leben versaut hat...

Bei meinem 6. Anfall kam ich von der Arbeit nachhause, und schon vor Feierabend hab ich mich etwas komisch gefühlt, da dachte ich das ich halt etwas müde bin und war auch ein harter Tag auf Arbeit, als ich dann zu hause war hatten sich die sympthome wieder ein bisschen bemerkbar gemacht und ich hab mich ins bett gelegt und hab mich versucht zu beruhigen, als ich aufgewacht bin habe ich mich wie vom Panzer überfahren gefühlt und hatte starke schmerzen in den schultern, und auch vom gefühl her wusste ich das ich einen Anfall hatte.
Ich rief den Notarzt an und er hatt mich erstmal ganz komisch angeschaut und gesagt: "sowas habe ich ja noch nie gesehen, sie haben sie beide Schultern ausgekugelt!".

Seit dem ist meine Angst um einiges gestiegen, da sie nicht nur ausgekugelt waren, sondern abgerissen, das heißt ausgekugelt und alle bänder die für die stabilisation sorgen abgerissen, zum glück waren meine Muskeln noch intakt.

Mit diesem Anfall wurde mir bewusst wie Stark und Schrecklich diese Krankheit ist...
deswegen habe ich meinen Job verloren, konnte mir den führerschein abschminken und sitze seit 2 Jahren zu Hause und darf so gut wie nix machen, da bei einer falschen bewegung meine Schultern rausspringen können. Ich hatte schon auf jeder seite eine OP die beide fehlgeschlagen sind. und in der zeit bis zu der nexten operation ca. 1 jahr habe ich mir beide seiten noch sehr oft ca. 14x ausgekugelt und musste danach jedesmal ins krankenhaus... Vor ein paar monaten wurde ich dann nochmal Operiert an der Rechten schulter, und da ist laut arzt jetzt alles ok und die kann nicht mehr rauspringen. Jetzt fehlt nur noch die Linke. wo ich auch darauf warte endlich einen Termin zu bekommen.

Und es vergeht kein Tag an dem ich nicht sehr oft daran denke das ich jetzt einen anfall bekommen könnte, wenn mich die sonne blendet oder das sonnenlicht von etwas reflektiert wird, oder wenn ein foto gemacht wird oder einfach nur so...

Ich habe das auch oft abends wenn ich noch TV schaue, dann fange ich an mich unwohl zu fühlen, wenn ich meine augen schließe um mich zu beruhigen, sehe ich ein feuerwerk, mein herz schlägt deutlich schneller und unregelmäßig..
Aufgrund dessen hab ich auch Angst so einen Anfall rauszuprovozieren weil ich den ganzen tag daran denken muss.


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