Angst wegen grand mal Anfällen

kernerin ⌂, Stuttgart, Tuesday, 24.07.2012, 13:15 (vor 5137 Tagen) @ Kinerix

Hallole,

ich kann Deine Angst gut verstehen. Aber die kannst Du Dir so gut wie sparen. Ich hatte bis vor 5 Jahren auch noch sehr viele Anfälle bis 16 Anfälle im Monat. Durch das Keppra bin ich Anfallsfrei geworden. Mein Arzt meinte zwar, dass das Keppra nichts bringt. Er meinte das sei zu schwach für meine Anfälle. Deswegen verschrieb es mir mein Arzt auch erst, als ich Ihn auf das Keppra ansprach, das ich in einer Selbsthilfegruppe als neues Medikament kennen lernte. Aber durch das Keppra bin ich anfallsfrei geworden. Mir wurde gesagt, das normalerweise die Personen vom Keppra bis 2500 mg bekommen. Da ich es aber gut vertragen habe und nicht anfallsfrei war, wurde es auch erhöht, so lange ich keine großen Nebenwirkungen hatte. Ich hatte dann vom Keppra 4500 mg am Tag plus andere Medikamente wegen der Epilepsie. Seitdem bin ich anfallsfrei. In der Zwischenzeit wurden bei mir schon andere Medikamente abgesetzt und das Keppra auf 4000 mg reduziert. Aber ich bin immer noch anfallsfrei.
Da ich auch große Reisen mache, wie Malediven, Thailand usw. spreche ich es immer mit meinem Neurologen ab. Wenn Ihr in Urlaub geht, nehmt doppelt soviel Medikamente mit! Tut das ins Handgepäck. Als ich dieses Jahr in Thailand war, kam der Koffer nicht an, da in Muskat das Bodenpersonal am Flughafen gestreikt hat, kam der Koffer 3 Tage später an. Ich hatte zum Glück meine ganze Arznei im Handgepäck. Ich nehme immer sicherheitshalber die Doppelte Dosis der Tabletten mit, falls mir meine Handtasche geklaut werden soll, wo die Arztnei drinn ist und ein Teil im Hotelzimmer. Ebenso kam es auch bei einem Urlaub vor, dass das Flugzeug defekt war, und wir 2 Tage später heimkamen. Last Euch auf jeden Fall ein Schreiben vom Hausarzt geben, wegen der Arznei. Denn nicht in allen Ländern dürft Ihr Medikamente einführen. Deswegen nehme ich immer sicherheitshalber ein Attest wegen der Medikamente vom Arzt mit, das in Englisch geschrieben ist. Wenn Ihr wo Ihn geht, wo große Zeitverschiebung ist, sprecht das auch am besten mit dem Neurologen ab, wie Ihr die Medikamente einnehmen sollt. Ich wünsche Euch auf jeden Fall einen schönen guten, erholsamen Urlaub.


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