Morgen

mezeg, München, Tuesday, 04.09.2012, 20:52 (vor 5094 Tagen) @ Mondenkind

Hallo Mondenkind,

ich bekam eine Frankenstein-Narbe von einem Ohr zum anderen. Sie ist aber nicht der Übeltäter, sondern die innere Narbe, wohl zwischen Hirnhaut und Hirn.

Nach der OP war ich schon schlapp aber abgesehen vom Montag danach (4 Tage danach) erleichtert und gut gelaunt. Mein Tiefschlag am Montag kam durch das Schikanieren einer Zimmernachbarin, die wohl damit rechnete, ein Alleinzimmer zu bekommen. Sie wurde auch von der Schwester gerügt "Hier ist es kein 5-Sterne-Hotel". Das ruhige Gespräch mit der neu angekommenen (eben auch Meningeom) hat mich beruhigt, wir konnten auf gleichem Niveau (auch intellektuell... :-D ) über unsere Lage diskutieren.

Eine Patientin, die am Tag meiner Einweisung entlassen wurde, ging direkt in die Reha. Bei mir wurde es nie angesprochen. Ich fuhr alleine mit der U-Bahn nach Hause zurück und versorgte mich auch alleine. Natürlich nur das wichtigste, viel liegen und ausruhen. An Kopfschmerzen kann ich mich nicht erinnern, kann - wenn überhaupt - nur "normal" sein. Eigentlich nur müde und etwas ausgelaugt, auch weil ich erst seit kurzem Keppra nahm.

Habe mich auch selber gewundert, daß es so einfach war...

mezeg


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