Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Lerche, Sunday, 23.09.2012, 17:53 (vor 5076 Tagen) @ Loraine

es ist in fast 2 Jahren NIE etwas passiert.

Wenn damit gemeint ist, dass du schon 2 Jahre anfallsfrei bist, dann lass es. Oder schieb es wenigstens auf. Was Green schreibt, macht Sinn: Nach 2 Jahren Anfallsfreiheit darfst du den Führerschein machen. Den wirst du irgendwann brauchen. Hast du ihn, nimmt ihn dir keiner wieder weg. Bekommst du jetzt einen Anfall, musst du noch mal 2 Jahre warten. Tu’s nicht damit ab, dass du dir sowieso noch kein Auto leisten kannst / willst. Hab auch schwimmen gelernt ohne Aussicht auf ’n eigenen Swimmingpool:-).
Einen Absetz- bzw. Ausschleichversuch hab ich (nach 12 Jahren Anfallsfreiheit) auch schon mal gemacht, vor 14 Jahren mit Maliasin. Gegen den Rat meines Neuros, aber immerhin stationär in einem Epizentrum. Dachte, das andere Medikament (Phenytoin) würde eigentlich reichen. Das Ganze ging voll in die Hose: 2 Monate nach dem Absetzen ein Grand Mal, weitere 2 Monate später noch einer, der dann inkl. Fußgelenk-Bruch. Bin so schnell wie möglich wieder zur alten Medikation zurückgekehrt und seitdem auch wieder / noch anfallsfrei.
Alkohol ist für mich kein Thema. Schmeckt mir einfach nicht. In größeren Mengen ne „gute“ und vor allem legale Droge, aber größere Mengen trau ich mir einfach nicht zu. Und bei mir hörten die Anfälle vor 26 Jahren haargenau zu dem Zeitpunkt auf, als ich mit dem Alkohol aufhörte. Der vertrug sich also tatsächlich nicht mit meinen Medis. Wie das bei Keppra / Levetiracetam ist, weiß ich nicht, können dir die Anderen hier sicher mehr erzählen.
Anstoßen zu Silvester und anderen Gelegenheiten tu ich schon noch, dann wird kurz am Glas genippt und das war’s.

VG Uwe


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