Umstellung Medikament nach 29 Jahren?

Katlyn, Friday, 19.10.2012, 11:53 (vor 5049 Tagen) @ Windlicht

Hallo zusammen,
Hallo Windlicht,
ich hab ein Problem, dass mich zur Zeit sehr beschäftigt. Zur Vorgeschichte: Ich hatte vor 29 Jahren einen Autounfall mit diversen Kopfverletzugen (doppelter Schädelbasisbruch, Blutgerinnsel am Gehirn) wurde danach ins Krankenhaus eingeliefert und sofort operiert. Nach der OP lag ich ca.1 Woche im Koma, wurde aber nicht künstlich beatmet. Ca. 2 Monate nach dem Krankenhausauftenthalt bin ich dann das erste Mal umgekippt. Im Krankenhaus stellte man Epilepsie fest, ausgelöst durch die Narben am Gehirn. Soweit so gut, ich wurde auf das Medikament Phenhydan eingestellt und lebte damit eigentlich recht gut, hatte max. 1 - 2 Grand Mal Anfälle im Jahr, bis ich auf die richtige Dosierung eingestellt wurde. Seitdem bin ich seit fast 18 Jahren anfallsfrei, muss aber die Tabletten nehmen.

Bin jetzt seit über 30 Jahren anfallsfrei

Nun ist mein behandelnder Neurologe für längere Zeit nicht verfügbar. Also habe ich mein Rezept für die Tabletten bei einem anderen Neurologen geholt. Jedoch gabs da gleich Probleme: Der andere Neurologe wollte am liebsten sofort auf ein anderes Medikament umstellen, da Phenhydan nicht mehr zeitgemäß sei und es andere Medikamente gibt, die besser verträglich sein sollen. Das mag sein, aber es geht mir doch gut mit dem jetztigen Medikament, ich bin absolut anfallsfrei und habe auch sonst keine weiteren Probleme damit. Ich frage mich, warum ich etwas umstellen soll, was mir definitiv hilft.

Weisst Du wie oft ich dies schon hörte???Frag lieber nicht..grins*
Kannst mir gerne mailen,nicht wundern über die addi:)

Als er noch mitgekriegt hat, dass ich ein 16-jähriges Kind habe, war er völlig entsetzt, ich hätte nicht schwanger werden dürfen, nicht mit diesem Krankheitsbild, das sei für Mutter und Kind viel zu gefährlich. Und Auto fahren dürfte ich ja schon mal gar nicht.....(ich habe den Führerschein erst nach dem Unfall gemacht, allerdings war ich da schon jahrelang anfallsfrei und fahre auch seitdem unfallfrei.)

Mir hat ein Neurologe auch mal gesagt,und das obwohl ich schon 47 war,ich solle keine Kinder bekommen,weil das mit dem Orfiril nicht gut wäre..das ich schon eine gesunde Tochter im Alter von 29 Jahre habe.das erzählte ch ihm dann.Na dann kam nix mehr..lach*
Lass dich bitte nicht verunsichern!Und solange es dein Medikament gibt,lass es dir verschreiben,mache nichts auf Risiko.Sage dem Arzt wie es dir geht in Ruhe.Klar,das du jetzt verunsichert bist.Hast du die Möglichkeit zu einem andern Arzt zu gehen?Vielleicht kann dir dein Hausarzt ermal weiterhelfen.Meiner tats immer.
Und weisst du,wieviele Frauen mit Epilepsie Kinder bekommen??Krass was er sagte.

Dieser Arzt hat mich total verunsichert. Bisher ging es mir gut, ich gehe arbeiten, aber nun bin ich nur noch am grübeln. Was haltet ihr von diesen Aussagen des Arztes und ist es wirklich sinnvoll ein wirksames Medikament umzustellen?

Klar gibts viele neue Medis,die auch gut sind,doch ich würde,solange es deines gibt,und du damit keine Probleme hast,echt mich nicht umstellen lassen.
denn Umstellen ist ja auchne langwierige Sache,und du gehst auch arbeiten,und hastn Auto.Ist doch alles gut;)

Wünsche dir viel Erfolg
Katlyn


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