Umstellung Medikament nach 29 Jahren?

Mondenkind, Friday, 19.10.2012, 14:00 (vor 5049 Tagen) @ Windlicht

Hallo Windlicht,

Nun ist mein behandelnder Neurologe für längere Zeit nicht verfügbar. Also habe ich mein Rezept für die Tabletten bei einem anderen Neurologen geholt. Jedoch gabs da gleich Probleme: Der andere Neurologe wollte am liebsten sofort auf ein anderes Medikament umstellen, da Phenhydan nicht mehr zeitgemäß sei und es andere Medikamente gibt, die besser verträglich sein sollen.

Du bist jetzt 18 Jahre anfallsfrei, ich würde da nichts an meinen Medikamenten verändern. Du schreibst ja selber:

es geht mir doch gut mit dem jetztigen Medikament, ich bin absolut anfallsfrei und habe auch sonst keine weiteren Probleme damit.

Als er noch mitgekriegt hat, dass ich ein 16-jähriges Kind habe, war er völlig entsetzt, ich hätte nicht schwanger werden dürfen, nicht mit diesem Krankheitsbild, das sei für Mutter und Kind viel zu gefährlich.

Wenn er jetzt was gegen deine Medis gesagt hätte ok, es gibt Antiepileptika, die sind nicht ganz so gut in der Schwangerschaft (z.B. Valproinsäure) - wie das mit deinem ist, keine Ahnung - aber gleich die ganze Erkrankung als "schlecht" darzustellen...

Und Auto fahren dürfte ich ja schon mal gar nicht.....(ich habe den Führerschein erst nach dem Unfall gemacht, allerdings war ich da schon jahrelang anfallsfrei und fahre auch seitdem unfallfrei.)

Irgendwie kommt dein neuer Neurologe mir seltsam vor. Darf ich fragen, wie alt er ist?? Er war wohl schon länger nicht mehr auf Fortbildungen... Vielleicht solltest du ihm das hier das nächste mal mitnehmen, vorausgesetzt, du geht nochmal zu ihm hin...

Dieser Arzt hat mich total verunsichert. Bisher ging es mir gut, ich gehe arbeiten, aber nun bin ich nur noch am grübeln. Was haltet ihr von diesen Aussagen des Arztes und ist es wirklich sinnvoll ein wirksames Medikament umzustellen?

Die Aussagen deines Arztes sind *merde*. Wenn ich seit 18 Jahren anfallsfrei wäre, würde ich das Medikament nicht wechseln. Du schreibst ja selber, du hat eine Arbeit, fährst Auto etc. Und das Risiko ist, meines Erachtens viel zu hoch, dass du durch einen Wechsel wieder Anfälle auslösen könntest.

Lieben Gruß
Mondenkind

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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)


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