OP am Rechten Schläfen Lappen !? Hilfe
Trotz all der Bedenken standen sie stets hinter mir und haben mich unterstützt, wenn´s auch nicht einfach war. Besonders für meine Mutter
war mein Entschluß für diese OP nicht einfach. Erst im Mai 2004 starb meine Schwester im Alter von erst 21 bei einem Autounfall. Nun wollte
ich mich am Gehirn oparieren lassen.
Zuerst musste ich 10 Tage zur preoparativen Diagnostik in die Uniklinik. Einige MRTs wurden durchgeführt, dann 7 Tage Einzelhaft.
Ein Dauer EEG wurde installiert, heißt Elektroden wurden auf meine Kopfhaut geklebt. Zudem wurde ich rund um die Uhr mit der Kamera beobachtet.
Dann setzte man meine Medikation langsam herab, zuerst zuviel, also erlitt ich einen komplexfokalen Anfall der heftigeren Art.
Wieder leicht erhöht bekam ich dann am 3ten Tag den erhoften fokalen Anfall. Nach den 10 Tagen war eindeutig sicher, dass ich für
eine OP geeignet war.
Im April 2010 war es dann soweit. An einem Freitag wurde ich in den OP geschoben. Nach ein paar Scherzen mit der Narkoseärztin gingen schließlich
die Lichter aus. Ausser ein paar kleineren Komplikationen, die Sache war wohl doch etwas blutiger als gedacht, da meine Blutgerinnung nicht die Beste war
und ich auf das verabreichte Blutplasma allergisch reagierte und einem letzten Anfall am Ende der OP ging alles glatt. Am folgenden Sonntagvormittag
war ich dann auch wieder unter den wachen.
Den Mittwoch nach der OP durfte ich schon wieder nach hause. 7 Wochen nach der OP began ich wieder zu arbeiten. Mit Hilfe des Hamburger Modells erst
stundenweise, nach 6 Wochen wieder vollzeit.
Bis heute habe ich keinen Anfall mehr gehabt. Dummer Weise hat der Oparateur bei der OP die Sehbahn im Gehirn verletzt, so habe ich nun im oberen linken
Quadranten einen Gesichtsfeldausfall. Der stört mich im Alltag nicht. Das Problem war nur, dass man nach der FeV Fahrerlaubnis Verordnung mit diesem Ausfall
kein Auto mehr fahren darf. Aber da ich nie aufgebe, mein Lebensmotto ist: "Aufgeben ist keine Option" habe ich mich schlau gemacht und bekam die Neuauflage der FeV
von Juli 2011 in die Finger. Hier ist eine Ausnahmeregelung erwähnt. Durch diese Ausnahmeregelung darf ich nun seit 2 Wochen wieder Autofahren.
Zudem habe ich starke Probleme mit der Kopf- und Nackenmuskulatur, die bis heute noch nicht so ist wie sie vorher war. Dies kann natürlich auch damit zusammenhängen,
dass ich auch noch mit der Autoimmunerkrankung kämpfe.
Im Rückblick kann ich sagen, dass ich es auf jeden Fall wieder machen würde.
Auch wenn es ein hohes Risiko bedeutet ist meine Lebensqualität doch erheblich besser als vorher.
Natürlich bedarf es viel Mut und Geduld, doch es lohnt sich.
Nach 32 Jahren bin ich nun anfallsfrei, was wiederum eine Erfahrung ist, an die man sich gewöhnen muß.
Wer ständig mit dem Risiko eines Anfalls leben musste, der muß sich nachher erst einmal an die Anfallsfreiheit gewöhnen.
An deiner Stelle würde ich deinen Vater so gut es geht unterstützen.
Auch er macht sich viele Gedanken darüber, wie du und die anderen um ihn herum damit zurecht kommen.
Dein Vater kann sich auch gerne bei mir melden, dann kann ich ihm von meinen Erfahrungen berichten.
LG,
Roen
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daBäda,
25.11.2012, 11:23
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huge88,
25.11.2012, 12:03
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daBäda,
25.11.2012, 12:08
- OP am Rechten Schläfen Lappen !? Hilfe - Hape, 25.11.2012, 12:40
- OP am Rechten Schläfen Lappen !? Hilfe - mezeg, 26.11.2012, 09:51
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daBäda,
25.11.2012, 12:08
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ina,
25.11.2012, 12:05
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daBäda,
25.11.2012, 12:12
- OP am Rechten Schläfen Lappen !? Hilfe - ina, 25.11.2012, 12:42
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daBäda,
25.11.2012, 12:12
- OP am Rechten Schläfen Lappen !? Hilfe - Roen, 06.12.2012, 10:59
- OP am Rechten Schläfen Lappen !? Hilfe - Roen, 06.12.2012, 11:00
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huge88,
25.11.2012, 12:03