Angst mit problematischen Folgen!

Funny, Tuesday, 19.02.2013, 12:16 (vor 4927 Tagen)

Hallo zusammen!

Ich habe seit Monaten Angstzustände die einhergehen mit einer Leere im Kopf und einer Art Schwindelgefühl als würde mir jemand den Boden unter den Füßen wegziehen und ich zu taumeln anfange bzw. sich alles vor mir verschwemmt, manchmal kann ich es einiger maßen im Zaum halten wenn ich vor mich nach unten kucke aber nur für ein paar Sekunden und richtig helfen tut das auch nicht.

Ich würde mich am liebsten den ganzen Tag in meinem Zimmer verkriechen, mitlerweile fühle ich mich nur noch dort sicher. Weil die Zustände treten besonders auf, wenn ich anderen Menschen begegne oder irgendwo bin wo andere Menschen sind. Es ist so schlimm, dass ich nicht mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann (dazu später mehr)oder mich länger als 5 Minuten in der Öffentlichkeit z.B. einem Supermarkt aufhalten kann. Schon wenn ich in die Nähe von anderen Menschen komme, möchte ich am liebsten weglaufen und mich irgendwo verkriechen. Ich vermute das hängt damit zusammen, dass ich Angst davor habe in der Nähe von anderen (Leute, die nicht zu meiner Familie oder engeren Freunden oder Verwandten gehören)einen Anfall zu bekommen. Dazu muss ich sagen, dass ich seit 4Jahren und5Monaten anfallsfrei bin. Bekomme gelegentlich noch Auren, die fühlen sich schon beängstigend an. Wahrscheinlich würde mir jeder Arzt sagen, dass es mitlerweile sehr unwahrscheinlich ist einen Anfall zu bekommen. Das weiß ich zwar auch selbst, aber trotzdem kann ich es nicht abschalten.

Und wie das in so einm Fall ist, rase ich von einem Arzt zum Anderen, vor etwa 3 Wochen war ich bei einer Neuro- bzw. Psychologin, die mir geraten hat eine Gesprächstherapie zu machen und mir auch gleich Psychopharmaka verschrieben hat.

Doch ich will das mit psychologischer Behandlung ohne Medis in den Griff bekommen. Dass das wieder weggeht und ich wieder ein normales Leben führen kann. Vor Jahren noch bin ich alleine in Urlaub gefahren bzw. geflogen. Im Moment könnte ich das zwar nicht bin ohne Arbeit, habe jetzt aber vor eine Ausbildung zur Altenpflegerin zu machen. Aber ohnne, dass ich das in den Griff bekomme, kann ich das auch vergessen.

Wie ich zu Anfang schon beschrieben habe, kann ich nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und meine Familie (Mutter)hat auch nicht immer Zeit mich zum Arzt zu fahren. Also hat mir mein Hausarzt eine Verordnug ausgestellt, dass ich zumindest mit dem Taxi zum Arzt fahren kann, es ist zwar nicht ideal, aber besser als in Bus oder Bahn.
Die erste Verordnung wurde mir von der Kasse auch genehmigt, sie haben mir sogar einen Antrag zugeschickt, damit in einem gewissen Zeitraum die Kasse alle Fahrten mit dem Taxi zum Arzt übernimmt und nicht jedesmal eine Verordnung ausgesellt werden müsse, mein Hausarzt hat den ausgefüllt und ich ihn wieder zurück zur Kasse geschick. Jetzt sagte mir eine andere Sachbearbeiterin der Kasse, dass der Sachbearbeiter, der die erste Verordnung genehmigt und mir den Antrag zugeschickt hatte in Urlaub sei und sie nicht verstehe wie er das hätte nur aufgrund eines Artestes des Arztes genehmigen können. Ich müsse doch erst zum Amtsarzt und auch alle meine Berichte vorlegen.

AlS währe die ganze Scheiße nicht schon schlimm genug, auch noch der Ärger, als ich das gehört habe, hatte ich schon daran gedacht eine Art Schockterapie zu machen: mir eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel zu kaufen, und so lange mit dem Bus bzw. Bahn durch die Gegend zu fahren, bis es weg ist. Aber ich will meinen Körper nicht unter diesen Stress setzen und womöglich kurz vorm Ziel einen Anfall riskieren. (Ich will doch im Herbst meine Tabletten erhbelich reduzieren (Vimpat absetzen)und eine Monoterapie nur noch mit Lamiktal weitermachen). Dabei würde die Kasse doch mehr Geld sparen, als wenn sie mit ihrer Scheiße einen Anfall riskierten und eine Krankenhausbehandlung die Notarztkosten, Krankenwagen, längeren Kosten für Medis usw. bezahlen müssten. Eine schnelle Genesung ist doch in unser aller Interesse oder nicht?

Ich habe zwar auch schon, soweit es geht, wie mir die Ärztin geraten hat, Spaziergänge gemacht, aber das mache ich auch nur wenn und wo wenig Leute unterwegs sind z.B. auf den Friedhof zum Grab meines Vaters. (Weil Ruhe tut mir irgendwie gut).

Nachdem ich Euch meine Leidensgeschichte gesülzt habe (Ich weiß es ist viel Text, aber ich denke, ohne die Infos wirds wohl schwer zu verstehen sein.)meine Frage: Wer hat ähnliche Erfahrungen bzw. Leidensweg hinter sich oder ist ihm von anderer Seite bekannt oder kann mir einen Rat geben? Kann mir bitte helfen.
Ich kann mitlerweile jede Unterstützung gebrauchen. Denn mit meinen mitlerweilen 31 Jahren möchte ich endlich wieder ein normales eigenständiges Leben führen und mich nicht den ganzen Tag verkriechen müssen, damit die Angst mich zu mindest einigermaßen in Ruhe lässt.

Herzlich Dank im Voraus!
LG funny


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