Jetzt ist es passiert - ich habe Angst um mein Leben

Phoenix, Magdeburg, Saturday, 06.04.2013, 14:54 (vor 4880 Tagen)

hallo an alle,

ich hab ja schon so manche male von meinen phasen nach den schlafanfällen berichtet. das mit dem schlafwandeln ohne dass ich etwas davon mitbekomme. wie ich mich mal ausgeschlossen hatte, wie meine hände mal voll mit Kakteenstacheln waren...aber dieses mal ist es zu weit gegangen - ich habe langsam angst um mein leben.

ich wurde ja schonmal vorgefunden, als ich grad auf dem schreibtisch stand. und der schreibtisch stand genau vor dem fenstern. daher habe ich ihn dann auch dort weggeräumt. aber trotzdem bin ich dieses mal anscheinend aus dem fenster gesprungen. denn als ich wieder zu mir kam, stand ich barfus in unterwäsche im schnee, ca. 500m vom wohnungseingang entfernt und habe gemerkt, dass mein ganzer körper wehtut und ich die hände nichtmehr richtig bewegen kann. ok...bin ich natürlich erstmal zurück zur wohnung (in der kalten märznacht mit minusgraden in unterwäsche) und habe meine mitbewohner wachgeklingelt. die haben mich dann erstmal wieder reingelassen und ich wollte mich erstmal wieder ins bett legen. einerseits weil mir eiskalt war und andererseits weil ich sehr geschafft war. und da habe ich gesehen, dass das fenster in meinem zimmer offen stand, und alle blumen umgeschmissen waren (wovon ich ja in der trance nichts mitbekommen habe. daher gehe ich davon aus, dass ich dieses mal tatsächlich aus dem fenster gesprungen bin. und es ist der 2. stock im altbau. also 5m höhe waren es garantiert.

als ich dann am nächsten morgen wieder wach wurde, war mein ganzes bett voll blut von den ganzen wunden, was ich in der nacht noch nicht ganz wahrgenommen habe. ich wollte eigentlich aufstehen und mit der straßenbahn zum krankenhaus und mich röntgen lassen. aber dazu war ich von der bewegung her nichtmehr in der lage und musste somit einen krankenwagen rufen der mich abholen konnte. dann wurde ich so ziemlich den ganzen tag lang untersucht und es wurde festgestellt, dass ich mir beide hände gebrochen habe, rechts sogar 2 brüche in der hand, einer davon ein richtiger trümmerbruch. beide mussten operiert werden. die chirurgen haben gesagt, die op war wie ein puzzle. nun habe ich rechts noch ca. 5 wochen einen gips. und dann muss die hand erstmal wieder in gang gebracht werden. die linke ist ja per physiotherapie schon gut in arbeit. aber noch schaffe ich es nichtmal eine flasche aufzudrehen.

ooh...ich hoffe so sehr, dass die hände wieder wie vorher werden. sonst muss ich meinem hobby, der musik, ade sagen. und das hobby mache ich schon seit ich 5 bin. andererseits kann ich aber auch froh sein, dass es "nur" die hände sind. der kopf wäre schlimmer gewesen.

und durch die beiden brüche konnte ich meinen geplanten termin in bielefeld nicht wahrnehmen. dabei habe ich ihn doch genau wegen diesen sch*** phasen nach den anfällen vereinbart. ich könnte heulen. aber immerhin habe ich einen termin im juni bekommen und muss somit kein halbes jahr warten. und bis juni bin ich bestimmt sowieso noch außer gefecht. daher bin ich für diese zeit erstmal zurück zu meinen eltern. dort wohne ich immerhin im keller und kann mich somit nicht aus dem fenster stürzen. trotzdem hat mir diese erfahrung ziemliche angst gemacht. und daher muss ich erstmal überlegen, wie ich das ganze dann weiter handhaben werde. anscheinend werde ich umziehen müssen. oder die fenster verschließar machen lassen oder so.

LG
Tommy


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